Im dritten Quartal 2025 stiegen laut dem „Prime Office Costs Report“ des Immobiliendienstleisters Savills die Kosten für Spitzenbüroflächen weltweit um 0,8 Prozent, wodurch der durchschnittliche Kostenanstieg in den vergangenen zwölf Monaten insgesamt 3,3 Prozent erreichte.
25 der 40 von Savills beobachteten Märkte verzeichneten einen Anstieg der durchschnittlichen effektiven Nettokosten für Mieter (Miete plus Ausbaukosten) im dritten Quartal (gegenüber 24 Märkten im Vorquartal). Dieser Anstieg ist auf einen durchschnittlichen Anstieg der Bruttomieten um 0,9 Prozent weltweit im Laufe des Quartals zurückzuführen, während die Ausbaukosten und damit verbundene Kosten nahezu stabil blieben und nur um durchschnittlich 0,03 Prozent zunahmen.
Im asiatisch-pazifischen Raum stiegen die durchschnittlichen effektiven Nettokosten für erstklassige Büroflächen im dritten Quartal um ein Prozent, wobei Savills auf erhebliche regionale Unterschiede hinweist: In chinesischen Städten sanken die Kosten im Durchschnitt um minus 1,9 Prozent, bedingt durch ein erhebliches Überangebot an Flächen und eine fragile wirtschaftliche Stimmung. Gleichzeitig verzeichnete Kuala Lumpur im dritten Quartal einen weiteren Anstieg der Kosten für erstklassige Büroflächen um 6,5 Prozent, nachdem diese bereits im Vorquartal um 4,4 Prozent gestiegen waren. Grund hierfür ist, dass Technologieunternehmen und multinationale Konzerne um ein sehr begrenztes Angebot an erstklassigen Flächen konkurrieren.
Nach einem durchschnittlichen Anstieg der Kosten um 1,4 Prozent im zweiten Quartal wuchsen die Kosten in nordamerikanischen Städten im dritten Quartal um 0,6 Prozent, wobei der Großteil dieses Anstiegs durch Mietsteigerungen verursacht wurde. Auch dort berichtet Savills von regionalen Unterschieden: San Francisco verzeichnete in diesem Quartal einen Anstieg um 1,5 Prozent, angetrieben durch KI-Unternehmen, die nach den besten Flächen suchen.
In Europa und dem Nahen Osten sind die Unterschiede laut Savills etwas geringer. In keinem der analysierten Märkte sanken die Kosten für Spitzenbüros im dritten Quartal. Im Durchschnitt stiegen sie um 0,9 Prozent, wobei Frankfurt mit einem Zuwachs von 3,6 Prozent die höchste regionale Steigerung verzeichnete. Der Mangel an großen zusammenhängenden Flächen in erstklassigen Gebäuden trieb die Mieten für verfügbare Flächen in der Stadt in die Höhe. Im Nahen Osten konkurrierten multinationale Mieter laut Savills auch im dritten Quartal weiterhin stark um erstklassige Flächen, wodurch die Leerstandsquote sehr niedrig blieb und die Kosten in Dubai um 2,1 Prozent, in Riad um zwei Prozent und in Kairo um 1,6 stiegen. (DFPA/mb)
Savills plc ist ein weltweit tätiges Immobilien-Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in London. Tätigkeitsschwerpunkte sind Beratungs-, Management- und Transaktionsdienstleistungen.