Das weltweite Immobilientransaktionsvolumen belief sich im ersten Halbjahr 2025 auf 380 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht weitgehend dem Niveau des ersten Halbjahres 2024 (376 Milliarden US-Dollar). Das ergibt sich aus dem aktuellen „Takes Stock Global Capital Markets Report“ des internationalen Immobilienberaters Savills.
Savills stellt fest, dass die globalen Märkte zwar in gewisser Hinsicht auf der Stelle treten, jedoch mehrere Voraussetzungen für eine Erholung der Investitionstätigkeit gegeben sind. Sowohl Käufer als auch Verkäufer zeigen eine verbesserte Stimmung und Transaktionsbereitschaft, zudem steigt die Akzeptanz der aktuellen Preisniveaus. Gleichzeitig stärken die nach wie vor starken Nutzer- bzw. Vermietungsmärkte das Vertrauen in den Investmentmarkt.
Mit Blick auf das zweite Quartal 2025 meldet Savills ein Transaktionsvolumen von 193 Milliarden US-Dollar im gewerblichen Immobiliensektor – ein Rückgang von fünf Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2024. Die Entwicklung stellte sich dabei jedoch je nach Sektor unterschiedlich dar.
Im Bürosegment summierten sich die abgeschlossenen Transaktionen im zweiten Quartal 2025 weltweit auf 45 Milliarden US-Dollar, ein Plus von fast zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den USA lag das Wachstum sogar bei 50 Prozent – wenngleich von niedrigem Ausgangsniveau. In Deutschland zeigt sich im Bürosegment bislang noch eine größere Zurückhaltung am Investmentmarkt: Das Transaktionsvolumen lag im ersten Halbjahr 2025 rund ein Drittel unter dem Vorjahreswert..
Die Transaktionen im Wohnimmobiliensektor beliefen sich im zweiten Quartal auf 58 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von neun Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2024 entspricht. Allerdings führte der starke Jahresauftakt dazu, dass das Halbjahresergebnis mit acht Prozent über dem Vorjahr lag. Besonders dynamisch entwickelte sich das Teilsegment Seniorenwohnen, in das im Jahresverlauf bislang 15 Milliarden US-Dollar investiert wurden – ein Anstieg von mehr als 80 Prozent.
Auf dem Industrie- und Logistikimmobilienmarkt gingen die Investitionen im zweiten Quartal 2025 mit 42 Milliarden US-Dollar gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent zurück. Dies folgte jedoch auf drei Quartale mit positivem Wachstum, sodass das weltweite Volumen im ersten Halbjahr mit 86 Milliarden US-Dollar weitgehend stabil blieb. Laut Savills belasteten Unsicherheiten über Ausmaß und Auswirkungen US-amerikanischer Importzölle die Investorenerwartungen – am deutlichsten in der Asien-Pazifik-Region.
Oliver Salmon, Director – Global Capital Markets, Savills World Research, erklärt: „Die globale Wirtschaft wird nach wie vor stark durch die Politik der aktuellen US-Regierung beeinflusst. Das führt zu geopolitischen Schwankungen und Unsicherheiten über das künftige Wachstum und bremst dadurch die Immobilienmärkte weltweit.“ Rasheed Hassan, Head of Global Cross Border Investment bei Savills, ergänzt: „Institutionelle Investoren kehren zwar schrittweise zurück, agieren dabei jedoch sehr selektiv in der Objekt-Auswahl. Dies hat privaten, kapitalstarken Investoren ermöglicht, auch 2025 einen größeren Anteil am globalen Immobilienmarkt einzunehmen.“ (DFPA/ljh)
Savills ist ein weltweit tätiges Immobilien-Dienstleistungsunternehmen mit Hauptsitz in London.