Schwellenländeranleihen könnten nach drei starken Jahren weiter profitieren. Eine allmähliche Rückkehr der Kapitalzuflüsse, robuste Fundamentaldaten und attraktive Realzinsen sprechen aus Sicht des britischen Vermögensverwalters Schroders für zusätzliche Chancen im Jahr 2026.
Nach Einschätzung von Abdallah Guezour, Head of Emerging Markets Debt and Commodities bei Schroders, zeigen die Exporte der Schwellenländer trotz höherer US-Zölle eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Die Wachstumsdifferenz zu den USA liege weiterhin auf einem Niveau, das historisch Kapitalzuflüsse begünstige. Nach mehreren Jahren der Abflüsse kehrten Investoren schrittweise in Schwellenländeranleihen zurück, seien insgesamt aber noch unterinvestiert.
Unterstützend wirkten auch die Rohstoffmärkte. Während Öl gut versorgt sei, profitiere Kupfer von Angebotsengpässen und steigender Nachfrage, etwa durch KI-Anwendungen. Gold setze seinen Aufwärtstrend fort, getragen von Zentralbankkäufen und Portfolio-Diversifizierung.
Für 2026 bevorzugt Schroders Anleihen in lokaler Währung, gestützt durch günstige Inflationsdynamik, hohe Realzinsen und eine vergleichsweise solide Staatsverschuldung. Chancen sieht das Haus unter anderem in Brasilien, Mexiko, Südafrika, den Philippinen und Teilen Mitteleuropas. Auch ausgewählte Hochzinsanleihen in Hartwährung sowie einzelne Länder wie Ägypten, Argentinien, Angola und Nigeria böten weiteres Ertragspotenzial. (DFPA/abg)
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Schroders plc ist eine unabhängige Vermögensverwaltung mit Sitz in London. Das 1804 gegründete Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 6.100 Mitarbeiter.