Um die Finanzierungslücke für nachhaltige Entwicklung in Schwellenländern zu schließen, fordert die Schwab Foundation neue positive Anreize für privates Kapital. „Wir arbeiten derzeit fast nur mit Verboten und Strafen – dabei zeigen Studien, dass Belohnungen deutlich besser wirken, um Wandel zu fördern“, sagte Daniel Nowack, Head of Social Innovation der Stiftung.
Laut UN beträgt die jährliche Finanzierungslücke für nachhaltige Entwicklung 4,3 Billionen Dollar, davon 1,8 Billionen für Klimaziele.
Die Stiftung schlägt unter anderem handelbare Sozialwirkungsgutschriften nach dem Vorbild von CO₂-Zertifikaten vor. Erste Pilotprojekte wie die Community-Währung Zlto in Südafrika, bei der junge Menschen für gemeinnützige Arbeit digitale Credits erhalten, zeigen laut Nowack, wie soziale Wirkung durch marktwirtschaftliche Mechanismen gestärkt werden kann. Langfristig brauche es jedoch gemeinsame Standards, Transparenz und internationale Kooperation, um private Investoren stärker einzubinden. (DFPA/abg)
In Partnerschaft mit dem Weltwirtschaftsforum ist die Schwab Foundation mit Sitz in Genf die weltweit führende Gemeinschaft wegweisender sozialer Innovatoren, die systemischen Wandel vorantreiben. Im Jahr 2020 gründete die Schwab Foundation die Global Alliance for Social Entrepreneurship als breit angelegte Initiative zur Bündelung unterschiedlichster Akteure. Dieses Bündnis vereint Unternehmen, Branchenorganisationen und den öffentlichen Sektor, um soziale Innovationen zu fördern und ihre Wirkung zu skalieren.