Die Renditen von Aktien und Anleihen aus Industrieländern nähern sich an. Diese Verschiebung lässt ein Ende des amerikanischen Exzeptionalismus erkennen und verdeutlicht, dass neue Ansätze für die Portfoliostruktur gefragt sind. Das sind Ergebnisse des „Secular Outlook 2025“ des Vermögensverwalters Pictet Asset Management.
Die wichtigsten Erkenntnisse: Die Konvergenz der Renditen über die Anlageklassen hinweg deutet auf ein schwierigeres Umfeld für traditionelle Aktien- und Anleiheportfolios hin, in dem die nominalen Renditen mäßig ausfallen dürften. Schwellenländer und europäische Aktien sind dank einer Kombination aus wachstumsfördernden Strukturreformen und öffentlichen Investitionen in der Lage, sich besser zu entwickeln.
Anleger werden ihre bisherigen regionalen Allokationen überdenken und sich auf strukturelles Wachstum konzentrieren müssen, um in einem renditeschwachen Umfeld Alpha zu erzielen. Länger unterdurchschnittliches Wachstum und höhere Inflation werden als Konsequenz zu höherer Allokation in festverzinsliche Anlagen, insbesondere Kredite, bei gleichzeitiger Reduzierung des Aktienengagements führen. Niedrige und konvergierende reale Renditen in allen wichtigen Anlageklassen führt als Konsequenz zu Diversifizierung durch weniger US-Aktien und mehr Titel aus Europa, Schwellenländern und Nicht-US-Champions. Der Fokus sollte auf langfristige Wachstumsthemen (zum Beispiel aus den Bereichen IT, Pharma, Industrie, Mid-Caps), Multi-Asset-Strategien und alternative Anlagen wie Real Assets liegen. (DFPA/mb)
Die Pictet-Gruppe ist ein Vermögensverwalter, der in den Bereichen Wealth Management, Asset Management und Asset Services tätig ist. Pictet Asset Management (Pictet AM) ist ein Spezialist für institutionelle Vermögensverwaltung, der Anlagelösungen und -dienstleistungen weltweit anbietet.