Der rasant wachsende Stablecoin-Markt trifft zunehmend auf strukturelle Hürden im traditionellen Finanzsystem. Laut einer aktuellen Analyse der amerikanischen Research-Plattform PitchBook stieg die Marktkapitalisierung aller Stablecoins bis zum 1. Oktober um 66 Prozent auf rund 290 Milliarden US-Dollar, während das jährliche Transaktionsvolumen auf über 7,2 Billionen US-Dollar kletterte – mehr als die Hälfte des Zahlungsvolumens von Visa.
Trotz des Booms hemmen fehlende Clearingmechanismen die Integration in den etablierten Zahlungsverkehr. „Jede Stablecoin-Transaktion beginnt mit einem Bankkonto“, sagte Rudy Yang, Senior Analyst bei PitchBook. Ohne zentrale Abwicklungsstellen müssten Banken jede Transaktion einzeln verbuchen, was ihre Bilanzen belastet.
Laut Yang steht die Technologie damit an einem Wendepunkt: Um ihr Potenzial kostengünstiger Transaktionen zu realisieren, brauche es mehr Liquidität, geringere Umtauschkosten und klare rechtliche Rahmenbedingungen. „Die Finanzbranche basiert letztlich auf Vertrauen – und daran mangelt es bei Stablecoins bislang noch“, so Yang. (DFPA/abg)
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