Effektive Klima-Governance ist laut Experten ein Schlüsselfaktor, damit die nächste Runde nationaler Klimapläne nicht nur ambitioniert, sondern auch investierbar wird. Das ist eine Erkenntnis des erstmals ausgerichteten „Climate Governance Forum“ in London.
Die Organisatoren E3G und das International Climate Councils Network (ICCN) betonen in ihrer Abschlussbetrachtung, dass transparente, unabhängige und rechtsverbindliche Strukturen nötig seien, um Investoren und Unternehmen verlässliche Rahmenbedingungen für den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu geben.
Zentral seien sogenannte Klimaräte – unabhängige Expertengremien, die Politikempfehlungen abgeben, Fortschritte messen und sektorale Emissionspfade definieren. Mehr als 25 nationale Räte sind bereits Teil des ICCN. Das ICCN veröffentlichte dazu einen Leitfaden mit internationalen Best-Practice-Beispielen für den Aufbau solcher Räte.
Für Kapitalgeber bedeute dies laut den Autoren mehr Planungssicherheit, klare Übergangspfade und verlässliche Daten – wichtige Voraussetzungen, um Kapital in Klimaprojekte zu lenken. (DFPA/abg)
Den Leitfaden des ICCN finden Sie hier.
E3G ist ein unabhängiger Thinktank, der sich für ein sicheres Klima für alle einsetzt.
Die Initiative fördert seit 20 Jahren systemisches Handeln im Klimabereich, indem sie Hindernisse identifizieren und Koalitionen bildet, um die notwendigen Lösungen voranzubringen.
Die Experten unterstützen Regierungen, Unternehmen und die Öffentlichkeit dabei, den Wandel in dem Tempo zu gestalten, das der Planet aus ihrer Sicht verlangt.