Gründerinnen von Startups erhalten in Deutschland weiterhin deutlich weniger Risikokapital als männliche oder gemischte Gründungsteams. Zwar stiegen die Investitionen in deutsche Startups 2025 insgesamt spürbar an, doch von diesem Aufschwung konnten rein weiblich gegründete Jungunternehmen erneut kaum profitieren. Das zeigt das Startup-Barometer der Strategie- und Transaktionsberatung EY-Parthenon mit dem Fokus auf Gründerinnen und Gründer.
53 Millionen Euro (Plus 23 Prozent) flossen 2025 an Startups mit ausschließlich weiblich besetzten Gründungsteams – das entspricht nur rund einem Prozent des gesamten Risikokapitals von 7,8 Milliarden Euro. Startups mit rein männlichen Gründungsteams vereinten hingegen 94 Prozent des gesamten Investitionsvolumens auf sich – knapp 7,4 Milliarden Euro, ein Plus von 20 Prozent im Vergleich zu 2024.
Der Blick auf die Anzahl der finanzierten Unternehmen zeigt ein ähnliches Bild: Von den 660 Startups, die 2025 mindestens eine Finanzierungsrunde verzeichneten und deren Gründungsteams bekannt sind, hatten nur 21 ein ausschließlich weibliches Team. Insgesamt sank der Anteil der Startups mit mindestens einer Frau im Gründungsteam von 21 Prozent im Jahr 2024 auf nur noch 19 Prozent.
Technologien, die hohe Finanzierungsvolumina anziehen – zum Beispiel KI, Software, FinTech oder auch Defense – seien nach wie vor extrem männlich dominiert. Die Ungleichverteilung verschärfe sich mit zunehmender Deal‑Größe. Bei Startups, die im Jahr 2025 Finanzierungsrunden von mehr als 50 Millionen Euro abschließen konnten, lag der Anteil von Gründerinnen in den Teams bei lediglich 3,3 Prozent. Zum Vergleich: Bei kleineren Finanzierungen von bis zu einer Million Euro betrug der Frauenanteil immerhin 13,3 Prozent. Insgesamt lag der durchschnittliche Gründerinnenanteil über alle Deals hinweg bei neun Prozent. (DFPA/mb)
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