Deutschland kommt beim Ausbau seiner digitalen Infrastruktur voran. Die Bewertung fällt je nach Nutzergruppe allerdings deutlich unterschiedlich aus. Das zeigt der „Infrastruktur-Monitor 2025“ der Wirtschaftsberatung KPMG.
Während rund 90 Prozent der befragten Unternehmen mit Mobilfunk und Internet zufrieden sind, äußert sich nur knapp die Hälfte der Privatpersonen positiv. Unternehmen sehen Deutschland im europäischen Vergleich im oberen Bereich, Verbraucher hingegen nur im Mittelfeld.
Als zentrale Schwachstellen nennen beide Gruppen vor allem Sicherheitsrisiken bei Netzen und Daten sowie Defizite bei Abdeckung und Stabilität. Privatnutzer kritisieren zusätzlich hohe Preise und langsame Verbindungen, Unternehmen bemängeln fehlende Anbietervielfalt und mangelnde Preistransparenz.
Die Zahlungsbereitschaft für Verbesserungen bleibt begrenzt: Sowohl Firmen als auch Verbraucher wären laut Studie nur bereit, etwa ein bis fünf Prozent mehr zu zahlen.
Unzureichende Infrastruktur hat laut KPMG spürbare Folgen: Unternehmen berichten von steigenden Kosten, ineffizienten Prozessen und Umsatzeinbußen. Privatpersonen klagen über Stress, eingeschränkte Flexibilität und schlechteren Zugang zu digitalen Angeboten.
Trotz Fortschritten beim Glasfaser- und 5G-Ausbau bleibt die Versorgung insbesondere in ländlichen Regionen lückenhaft. Für künftige Anwendungen wie Cloud und Künstliche Intelligenz reichen die Kapazitäten vieler Rechenzentren bislang nicht aus. Entscheidend sei nun ein schnellerer Ausbau sowie eine stärkere Ausrichtung an den Bedürfnissen der Nutzer. (DFPA/abg)
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KPMG ist ein Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen und in Deutschland mit rund 11.700 Mitarbeitern an mehr als 20 Standorten präsent.