Studie: Eigenheim bei Altersvorsorge oft mit höherer Effektivrendite als Aktien
Selbstgenutztes Wohneigentum kann bei der Altersvorsorge mit aktienbasierten Anlagen konkurrieren und diese bei der Effektivrendite häufig übertreffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Forschungsinstituts empirica im Auftrag des Verband der Privaten Bausparkassen.
Neben stabilen Erträgen verweisen die Autoren auf steuerliche Vorteile und einen zusätzlichen Nutzwert im Alter.
Zwar erzielten Aktienanlagen im Durchschnitt etwas höhere Bruttorenditen. Durch Besteuerung und notwendige Umschichtungen in risikoärmere Anlagen vor Rentenbeginn sinke die effektive Rendite jedoch vielfach auf unter vier Prozent, heißt es. Selbstnutzer erreichten dagegen nach Abzug von Erwerbs- und Instandhaltungskosten rund fünf Prozent aus Wertsteigerung und ersparter Miete. Diese „Wohnrendite“ bleibe steuerfrei.
Studienautor Reiner Braun betont zudem den Spareffekt: Eigentümer tilgten Kredite regelmäßig und bauten so Vermögen auf. Mieter könnten zwar theoretisch Differenzen zu höheren Anfangskosten von Eigentümern anlegen, täten dies aber empirisch seltener. Kurz vor dem Ruhestand verfügten Selbstnutzer daher häufig über ein höheres Vermögen.
Als besonders sinnvoll gilt laut Studie die Kombination aus Eigenheim und zusätzlicher Kapitalmarktanlage. Politisch fordern die Auftraggeber, Wohneigentum bei Reformen der staatlich geförderten Altersvorsorge stärker zu berücksichtigen. (DFPA/abg)
Die vollständige Studie finden Sie hier.
Der Verband der Privaten Bausparkassen e.V. vertritt die privaten Bausparkassen in Deutschland. Seine wichtigste Aufgabe ist es, die gemeinsamen Interessen der Mitgliedsinstitute und ihrer Kunden gegenüber Politik, Verwaltung und Aufsichtsbehörden wahrzunehmen.