Europas energieintensive Industrien wie Stahl, Zement und Chemie stehen laut einer Analyse der Denkfabrik E3G vor der größten Unsicherheit seit der Finanzkrise 2008. Hohe Energiekosten, globale Konkurrenz und schleppende Investitionsentscheidungen gefährden die Wettbewerbsfähigkeit. Zugleich gilt die Dekarbonisierung als entscheidender Faktor, um Europas industrielle Basis langfristig zu sichern.
Im Rahmen des geplanten „Clean Industrial Deal“ sollen in den kommenden zwölf Monaten mehrere Gesetzesinitiativen auf EU-Ebene vorgelegt werden. Sie könnten, so die Studie, die Transformation bankfähig machen – etwa durch gezielte Förderung von Elektrifizierung, Leitmärkten für klimafreundliche Produkte und eine bessere Bündelung von EU- und nationalen Finanzmitteln. „Nur ein stabiles regulatorisches Umfeld verhindert, dass Europa seine Vorreiterrolle bei sauberen Technologien verliert“, warnen die Autoren. (DFPA/abg)
Die vollständige Studie finden Sie hier.
E3G ist ein unabhängiger Thinktank, der sich für ein sicheres Klima für alle einsetzt.
Die Initiative fördert seit 20 Jahren systemisches Handeln im Klimabereich, indem sie Hindernisse identifizieren und Koalitionen bildet, um die notwendigen Lösungen voranzubringen.
Die Experten unterstützen Regierungen, Unternehmen und die Öffentlichkeit dabei, den Wandel in dem Tempo zu gestalten, das der Planet aus ihrer Sicht verlangt.