Institutionelle Anleger stehen beim Thema Naturkapital an einem Wendepunkt. Wer jetzt nicht in Land, Landwirtschaft oder Forstwirtschaft investiert, riskiert laut einem neuen Bericht, künftig ins Hintertreffen zu geraten. Die Studie von Kana Earth in Zusammenarbeit mit Aberdeen Investments, Gresham House und Rebalance Earth sieht Naturkapital auf dem Weg vom Nischensegment zum festen Bestandteil institutioneller Portfolios.
Naturinvestitionen böten nicht nur einen Beitrag zu Klima- und Biodiversitätszielen, sondern auch attraktive risikoadjustierte Renditen und eine geringe Korrelation zu makroökonomischen Schwankungen, heißt es in dem Bericht. Angesichts wachsender Naturverluste drohen laut Weltbank bis 2030 wirtschaftliche Schäden von jährlich 2,7 Billionen US-Dollar.
Der Report unterteilt Naturkapital in nachhaltige Landwirtschaft, nachhaltige Forstwirtschaft und naturbasierte Lösungen wie Wiederaufforstung oder Renaturierung. Politischer Rückenwind, neue Regularien und steigende Investorennachfrage schafften „ein begrenztes Zeitfenster“, um sich frühzeitig Zugang zu hochwertigen Projekten zu sichern, warnen die Autoren. Schon jetzt investieren laut Gresham und Mallow Street rund die Hälfte der britischen Asset Owner in Naturkapital oder planen dies bis Jahresende. (DFPA/abg)
Mit rund 100 Mitarbeitern betreut die abrdn Investments Deutschland AG am Standort Frankfurt Kundenvermögen in Höhe von circa 35,6 Milliarden Euro (Stand: 31.12.2023) und gehört damit zu den größten ausländischen Asset Managern in Deutschland.
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