Studie: KI führt langfristig eher zu mehr Beschäftigung

Künstliche Intelligenz wird die Arbeitswelt tiefgreifend verändern, dürfte menschliche Arbeit aber nicht vollständig ersetzen. Zu diesem Ergebnis kommen die Ökonomen Ian Stewart und Debapratim De vom britischen Beratungshaus Deloitte in einer aktuellen Analyse.

Zwar könnten moderne KI-Systeme künftig viele Aufgaben besser erledigen als Menschen, heißt es. Historische Erfahrungen zeigten jedoch, dass technologische Umbrüche langfristig eher zu mehr Beschäftigung geführt hätten. Steigende Produktivität und sinkende Preise hätten neue Nachfrage und damit neue Jobs geschaffen.

Ein Grund dafür sei, dass menschliche Bedürfnisse nicht statisch seien. Mit wachsendem Wohlstand entstünden neue Konsumwünsche – von Dienstleistungen bis hin zu Freizeitangeboten. Zudem bleibe der Wunsch nach zwischenmenschlicher Interaktion ein zentraler Faktor, etwa in Berufen mit direktem Kundenkontakt.

Auch praktische Grenzen der Technologie spielten eine Rolle. In vielen Bereichen bevorzugten Menschen weiterhin persönliche Dienstleistungen, selbst wenn automatisierte Lösungen verfügbar seien. Unternehmen optimierten daher nicht allein Kosten, sondern auch Qualität und Kundenerlebnis.

Kurzfristig erwarten die Autoren dennoch spürbare Umbrüche, insbesondere bei standardisierten Tätigkeiten. Aufgaben würden automatisiert und Jobs sich verändern. Ein vollständiges Ende menschlicher Arbeit sei jedoch nicht absehbar – vielmehr dürfte KI die Struktur der Beschäftigung nachhaltig wandeln. (DFPA/abg)

Deloitte ist ein weltweit führender Dienstleister in den Bereichen Audit und Assurance, Risk Advisory, Steuerberatung, Financial Advisory und Consulting und damit verbundenen Dienstleistungen; Rechtsberatung wird in Deutschland von Deloitte Legal erbracht. Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft ist in mehr als 150 Ländern tätig.

www.deloitte.com

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Wirtschaft, Märkte, Studien

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