Die Schweizer Asset-Management-Industrie hat ihren Wachstumskurs im Jahr 2025 fortgesetzt und die verwalteten Vermögen auf rund 3,73 Billionen Schweizer Franken (rund 4,04 Billionen Euro) gesteigert. Damit festigt die Schweiz ihre Position als drittgrößter Asset-Management-Standort Europas und unterstreicht ihre Bedeutung als zentrale Säule des Schweizer Finanzplatzes. Das sind Ergebnisse der „Swiss Asset Management Study 2026“ der Strategie- und Managementberatung ZEB, erstellt in Zusammenarbeit mit der Asset Management Association Switzerland,
Gleichzeitig zeige die Studie ein differenziertes Bild: Das Wachstum ist weiterhin stark von der Entwicklung der globalen Kapitalmärkte abhängig. Marktgetriebene Effekte, insbesondere aus Technologie- und KI-getriebenen Segmenten, haben die positive Entwicklung im vergangenen Jahr wesentlich unterstützt. Nettomittelzuflüsse spielen hingegen weiterhin, auch im globalen Vergleich, eine untergeordnete Rolle und machen das Geschäftsmodell krisenanfälliger.
Zugleich wurde das Marktumfeld anspruchsvoller: Der zunehmende Boom passiver Investments drückt die Umsatzmargen, regulatorische Anforderungen setzen die Kostenmargen unter Druck. Intensiver Wettbewerb hat zuletzt die Exportgeschäfte leicht geschwächt. Anlageprodukte in den Private Markets gelten aber weiterhin als vielversprechende Wachstumsfelder, und können dabei simultan auf die Margenerosion wie auch die aktuell limitierten Netto-Neugelder positiven Einfluss nehmen.
Und immerhin: Die Branche zeichnet ein optimistisches Selbstbildnis – mehr als ein Viertel der befragten Asset Manager konnte keine Nachteile des Standorts Schweiz (aus der Produktionssicht) nennen. (DFPA/mb)
Die zeb.rolfes.schierenbeck.associates gmbh (ZEB) wurde 1992 gegründet und ist eine Strategie- und Managementberatung für Financial Services in Europa.