Studie: Unternehmen treiben Nachhaltigkeit in Lieferketten voran
Große Unternehmen spielen laut einer neuen Studie eine zentrale Rolle dabei, Nachhaltigkeit entlang globaler Lieferketten voranzubringen. Sie fungierten als „Hebel“, um auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stärker in Nachhaltigkeitsmanagement und Berichterstattung einzubinden, heißt es in dem Bericht der britischen Organisation GSG Impact.
Während gesetzliche Vorgaben vor allem große Konzerne betreffen, würden Anforderungen zunehmend an Zulieferer weitergereicht. Für viele KMU sei dies entscheidend, um wettbewerbsfähig zu bleiben und Zugang zu Märkten sowie Finanzierung zu sichern. Gleichzeitig hätten gerade kleinere Betriebe häufig Schwierigkeiten, entsprechende Standards umzusetzen – etwa wegen fehlender Ressourcen, Daten oder Fachkenntnisse.
Die Autoren sehen deshalb vor allem Unternehmen in der Pflicht, ihre Zulieferer gezielt zu unterstützen. Erfolgreich seien insbesondere Ansätze, die finanzielle Anreize, Schulungen, digitale Werkzeuge und Partnerschaften kombinieren. Nur so könne Nachhaltigkeit von einer reinen Berichtspflicht zu einem Wettbewerbsvorteil werden.
Langfristig komme es zudem auf ein abgestimmtes Vorgehen verschiedener Akteure an – von Politik über Investoren bis hin zu Branchenverbänden. Erst durch ein solches Zusammenspiel lasse sich Nachhaltigkeit flächendeckend und wirtschaftlich tragfähig umsetzen. Der Bericht basiert auf Befragungen von mehr als 200 Akteuren in mehreren Schwellenländern. (DFPA/abg)
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Das Global Steering Group for Impact Investment (GSG Impact) ist eine unabhängige, gemeinnützige Organisation mit Sitz in London, die sich der Förderung von Impact Investing und unternehmerischem Engagement für gesellschaftlichen und ökologischen Nutzen verschrieben hat. Gegründet im August 2015 als Nachfolgerin der Social Impact Investment Taskforce der G8, arbeitet GSG Impact einem Netzwerk von über 40 nationalen Partnern in mehr als 50 Ländern daran, Impact Investing in nationale Entwicklungspläne und politische Agenden zu integrieren. Die Organisation unterstützt den Aufbau lokaler Impact-Ökonomien durch die Entwicklung von Infrastrukturen und Anreizen, die Kapitalflüsse in Richtung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung und Klimaziele lenken.