Studie: Vermögenspreise steigen deutlich stärker als Verbraucherpreise
Der Aufbau von Vermögen wird für private Haushalte in Deutschland zunehmend teurer. Wie das Flossbach von Storch Research Institute mitteilt, lag die Vermögenspreisinflation Ende 2025 bei 4,5 Prozent und damit deutlich über der Verbraucherpreisinflation von 2,2 Prozent.
Grundlage ist der Vermögenspreisindex des Instituts, der die Preisentwicklung von Immobilien, Betriebsvermögen, Aktien und weiteren Anlageklassen misst. Der Anstieg resultierte sowohl aus höheren Immobilienpreisen (+3,6 Prozent) als auch aus deutlichen Zuwächsen bei Aktien (+10,6 Prozent). Betriebsvermögen verteuerte sich im Jahresvergleich sogar um 19,3 Prozent. Dagegen gaben Rentenwerte leicht nach, während Sammel- und Spekulationsgüter im Schnitt günstiger wurden.
Seit Beginn der Zeitreihe 2005 seien die Preise für Vermögensgüter um rund 70 Prozent gestiegen, während die realen Löhne im selben Zeitraum lediglich um 15 Prozent zulegten. Das erschwere insbesondere Haushalten mit geringem Vermögen den Zugang zu Immobilien und Kapitalanlagen. Wohlhabendere Haushalte profitierten dagegen stärker von steigenden Preisen für Sach- und Betriebsvermögen, wodurch sich die Vermögensungleichheit weiter vergrößere.
Als zentrale Einflussfaktoren für die Entwicklung nennt das Institut Wirtschaftswachstum, Staatsausgaben und vor allem die Geldpolitik der Europäische Zentralbank. Sinkende Leitzinsen im Jahr 2025 hätten insbesondere Immobilien- und Aktienpreise gestützt. Die Vermögenspreisinflation liegt damit bereits seit fünf Quartalen in Folge über der allgemeinen Teuerungsrate. (DFPA/abg)
Die vollständige Studie finden Sie hier.
Die Flossbach von Storch AG ist eine Vermögensverwaltung mit Sitz in Köln. Das 1998 von Bert Flossbach und Kurt von Storch gegründete Unternehmen beschäftigt aktuell über 340 Mitarbeiter und verwaltet rund 70 Milliarden Euro.