Die Bedeutung aktiver Exchange Traded Funds (ETF) nimmt angesichts des steigenden Produktangebots und der längeren Track Records immer mehr zu. Nachdem diese zunächst verstärkt von institutionellen Investoren zur Reaktivierung ihrer Portfolios genutzt wurden, zeigt eine Studie des Vermögensverwalters J.P. Morgan Asset Management und das Anlegerportal extraETF, dass auch private ETF-Anleger den Schritt zur Aktivierung ihrer Portfolios gehen.
Dafür wurden über 1.000 Privatinvestoren im Frühsommer 2025 über die Plattform von extraETF mit dem Ziel befragt, weitere Erkenntnisse zur Nutzung und zum Anlageverhalten privater ETF-Anleger zu gewinnen. Die Ergebnisse dieser Befragung zeigen: Wer bereits am Kapitalmarkt investiert, hat zumeist auch schon von aktiven ETF gehört. Dies belegt der Bekanntheitsgrad von 91,3 Prozent bei den befragten Privatanlegern. Laut der Befragung sammeln sogar 40,5 Prozent der Befragten erste Erfahrungen mit dem aktiven Management im ETF-Mantel und investieren bereits. Dass mit 34,3 Prozent mehr als ein weiteres Drittel über Investments in aktive ETF nachdenkt, deute auf weiteres Wachstumspotenzial hin. Lediglich ein Viertel der Befragten Privatinvestoren schließt es aus, in aktive ETF zu investieren.
Dass die befragten Privatinvestoren die Vorteile der aktiven ETF erkennen, zeige sich auch bei den Antworten zu den Entscheidungskriterien. Die Hauptmotivation für ein Investment ist der Wunsch nach aktivem Management zu günstigen Konditionen, den 55,3 Prozent der Befragten, die bereits in aktive ETF investieren, angaben. Die Möglichkeit zur Maximierung der Rendite folgt mit 45,2 Prozent und eine Strategie wie beispielsweise Einkommensgenerierung zu verfolgen, ist für 41,2 Prozent der Befragten ein Entscheidungskriterium
Strategische Nutzung aktiver ETF als Portfolio-Beimischung
Die Umfrageergebnisse zeigen auch, dass aktive ETF von den meisten der befragten Privatinvestoren aktuell als strategische Beimischung zum bestehenden passiven Portfolio genutzt werden. Immerhin sehen 23,1 Prozent – und damit fast ein Viertel der Befragten – aktive ETF bereits als Kerninvestment oder als einen wichtigen Teil der Kerninvestments an. Nichtsdestotrotz machen aktive ETF bei den Befragten selten mehr als 30 Prozent des Gesamtvermögens aus – lediglich bei 15,4 Prozent liegt der Anteil aktuell höher.
Trotz der wachsenden Bekanntheit gibt es für die Akzeptanz aktiver ETF noch weiteres Potenzial. Ein Viertel der Befragten, die bisher noch nicht investieren, gibt etwa an, noch über zu geringes Wissen über die Produkte zu verfügen. Ebenfalls rund einem Viertel (23,5 Prozent) sind die Produkte noch zu jung – die Befragten warten lieber noch ein bisschen ab, bis die aktiven ETF einen längeren Track Record aufweisen. Mit 35,9 Prozent der Befragten empfindet etwas mehr als ein Drittel die Kosten aktiver ETF als zu hoch. Und rund zwei Drittel derjenigen, die noch nicht in die aktiven ETF investieren, gaben an, grundsätzlich passive Indexprodukte zu bevorzugen. (DFPA/mb)
Unter der Marke J.P. Morgan Asset Management betreibt der international tätige Finanzdienstleistungskonzern JP Morgan Chase [&] Co. mit Sitz in New York den Geschäftsbereich Vermögensverwaltung. Dieser verwaltet Publikumsfonds sowie institutionelle Mandate.
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