Die Governance-Ratings innerhalb von ESG-Bewertungen liefern nur begrenzte Aussagekraft über Unternehmensentwicklungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Kornelia Fabisik von der Universität Bern im Auftrag der Frankfurt School of Finance [&] Management.
Laut der Untersuchung, die am 26. Februar 2025 auf der Wissenschaftsplattform SSRN veröffentlicht wurde, haben ESG-Investmentstrategien seit 2018 stark an Bedeutung gewonnen. Viele dieser Strategien stützen sich auf ESG-Ratings, deren Governance-Säule die Qualität der Unternehmensführung bewerten soll.
Die Analyse zeigt jedoch, dass Governance-Ratings nur eingeschränkt in der Lage sind, relevante Unternehmenskennzahlen wie Finanzberichtskorrekturen, Governance-Verstöße, Sammelklagen, operative Leistung, Unternehmenswert, Aktienrenditen oder Kreditratings vorherzusagen. Zudem identifizierte Fabisik bei den meisten Anbietern teils widersprüchliche Ergebnisse – in einigen Fällen zeigten die Ratings sogar Effekte in die entgegengesetzte Richtung. (DFPA/abg)
Die vollständige Studie finden Sie hier.
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