Die DVFA hat ihre Investment Professionals dazu befragt, wie sie den aktuellen Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) hinsichtlich Nutzen, Grenzen und Hemmnissen in ihrem beruflichen Umfeld einschätzen.
Den lohnendsten Anwendungsfall für KI sehen die Investment Professionals in ihrem Arbeitsfeld aktuell bei der Erstellung von Texten, beispielsweise für Zusammenfassungen oder Protokolle, aber auch zur Vorbereitung von Frage-/Antwortkatalogen (insgesamt 50 Prozent der Antworten).
An zweiter Stelle folgt weit dahinter mit 18 Prozent die Unterstützung zur Ideenfindung im Research, etwa für Hypothesen, Screenings und Peer-Vergleiche. In der Rangordnung der wichtigsten Anwendungsfälle folgt fast gleichauf die Erleichterung bei der Datenarbeit, etwa um KPIs für Reports zu extrahieren beziehungsweise zu strukturieren (17 Prozent).
Dagegen liefert KI zumindest bisher nur in geringem Umfang einen Mehrwert für das Monitoring von Frühwarnsignalen oder in der News-/Sentiment-Analyse (fünf Prozent), ebenso zur Kennzahlenberechnung im Rahmen von Unternehmensbewertungen (zwei Prozent).
Fast die Hälfte (47 Prozent) der Investment Professionals, die KI bereits einsetzen, nutzen öffentlich zugängliche Tools wie ChatGPT oder Gemini, ohne dabei interne Daten einzusetzen. Zweitwichtigstes KI-Setup bilden mit 25 Prozent der Antworten Lösungen wie Inhouse-Modelle in geschützter Umgebung, wo interne Daten ohne die Gefahr von beispielsweise Copyright-Konflikten genutzt werden können. Fast jede vierte Antwort (23 Prozent) entfiel auf den Einsatz von Microsoft Copilot (M365/Teams/Excel). Mit zwei Prozent bildet die Nutzung von Spezialplattformen, zum Beispiel von Research- oder Datenanbietern, mit KI bisher höchstens eine kleine Anwendungsnische in der Finanzanalyse. (DFPA/mb)
Der DVFA Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management e.V. (DVFA) mit Sitz in Frankfurt am Main ist die Standesorganisation aller Investment Professionals in den deutschen Finanz- und Kapitalmärkten.