Der Vermögensverwalter Amundi hat eine Umfrage veröffentlicht, in der das digitale Engagement von Privatanlegern untersucht wird. Im Fokus stehen Anlagen auf Online-Plattformen sowie die Nutzung von Online-Informationsquellen für die Entscheidungsfindung. In dieser zweiten Auflage der Studie wurden 25 Länder mit über 11.000 befragten Privatanlegern untersucht.
„Die zweite Ausgabe unserer Studie ,Decoding Digital Investment’ bietet eine Fülle von Informationen für alle, die die veränderten Erwartungen und Verhaltensweisen von Anlegern verstehen möchten. Die Studie unterstreicht die Bedeutung einer professionellen Anlageberatung: Fast dreimal so viele Anleger, die sich beraten lassen – sei es durch persönliche Gespräche oder digitale Mittel – haben einen strukturierten Anlageplan erstellt“, sagt Fannie Wurtz, Head of Distribution [&] Wealth Division, Passive Business Line. „Während die Nutzung digitaler Kanäle weltweit weiter zunimmt, ist die Entwicklung eines hybriden Beratungsmodells für die Erreichung und Unterstützung langfristiger Anlageziele unerlässlich.”
Digitales Investieren hat sich global in allen Altersgruppen durchgesetzt
Digitales Anlegen hat längst alle Altersgruppen erreicht. So verwalten 68 Prozent der über 50-Jährigen weltweit ihre Anlagen digital. Bei den Wachstumsraten liegt die Gruppe der jüngeren Anleger jedoch vorn. Die Anzahl der Anleger, die digitale Plattformen für die Verwaltung ihrer Anlagen nutzt, sollte also in den nächsten Jahren kontinuierlich wachsen. Bereits heute investieren in Deutschland 78 Prozent der Privatanleger zumindest Teile ihres Portfolios auf einer digitalen Plattform. Damit entspricht das Nutzerverhalten der Deutschen dem globalen Durchschnitt (77 Prozent).
Fast drei Viertel der weltweit Befragten (73 Prozent) nutzen digitale Kanäle, um Anlageinformationen zu erhalten. Dieser Anteil ist in Europa niedriger (69 Prozent) als in Asien (76 Prozent). In Deutschland beziehen 68 Prozent der Privatanleger Informationen oder Anleitungen aus digitalen Quellen. 37 Prozent der Befragten vertrauen beim Thema Finanzen den sozialen Medien und 32 Prozent der Befragten bevorzugen sogenannte Influencer, um sich über Anlagethemen zu informieren. Aus dieser Gruppe haben 56 Prozent eine Investitionsentscheidung schon einmal allein auf der Grundlage von Ratschlägen von Influencern getätigt und 85 Prozent dieser Anleger stimmten zu, dass sich die so getätigte Investition als gut erwiesen hat. Global ist für Privatanleger YouTube die wichtigste Social-Media-Plattform (72 Prozent), gefolgt von Instagram (49 Prozent) und Facebook (46 Prozent). Im Vergleich zwischen den Regionen fällt auf, dass europäische Anleger weniger auf Influencer vertrauen, dies gilt vor allem für die Gruppe der 51- bis 60-Jährigen.
Das wichtigste Anlagemotiv ist der Umfrage zufolge die finanzielle Absicherung im Alter (41 Prozent). In allen Ländern nimmt dieses Motiv den ersten oder zumindest zweiten Platz ein. In Deutschland trifft dies auf 37 Prozent der Befragten zu. (DFPA/mb1)
Weitere Informationen zur Studie
Der Asset Manager Amundi entstand im Jahr 2010 aus der Zusammenführung der Asset-Management-Aktivitäten der französischen Bankgruppen Crédit Agricole und Société Générale. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Paris.