Die vergangenen Monate an den Kapitalmärkten waren sehr bewegt: Nach einem fulminanten Jahresstart an den Börsen kam es Anfang August zu einer kurzen Talfahrt. Aktuell nehmen DAX [&] Co wieder alte Höchststände ins Visier. Die EZB hatte nach dem schnellsten Zinserhöhungszyklus aller Zeiten im Juni die Zinswende eingeläutet und den Zinssatz wieder gesenkt – in der Folge fielen auch die Guthabenzinsen bei vielen Sparprodukten. Das „Finanzbarometer 2024“, eine repräsentative Befragung von 2.000 Frauen und Männern in Deutschland durch J.P. Morgan Asset Management, zeigt, dass sich beim Engagement am Kapitalmarkt allmählich eine Veränderung abzeichnet.
Zwar sind Sparbuch sowie Tages- und Festgeld weiterhin die am häufigsten genutzten Anlageprodukte der Deutschen. Aber es folgen in diesem Jahr bereits an dritter Stelle Investmentfonds und ETF. In vorangegangenen Umfragen lagen diese hinter sicherheitsorientierten Anlageformen wie Lebens- und Rentenversicherungen. Die Bedeutung von Sparbuch [&] Co wird also geringer, während Investmentprodukte wie Fonds beliebter werden. Trotz bestehender Bedrohungsängste insbesondere vor geopolitischer Instabilität oder Inflation zeigten sich deutsche Anleger also zunehmend resilient bei ihren Kapitalmarktinvestments. Ängste vor einer Rezession oder einem Börsencrash spielen bei den Deutschen derzeit nur eine untergeordnete Rolle.
Sparbuch bleibt Spitzenreiter
Mit 43 Prozent bleibt das Sparbuch weiter Spitzenreiter bei den Anlegern, Tages- und Festgeld kommen auf 41 Prozent Verbreitung, Investmentfonds und ETF folgen mit 32 Prozent, vor Lebens- und Rentenversicherungen mit 30 Prozent. Die Differenz zwischen Sparbuch- sowie Investmentfonds-/ETF-Besitz liegt 2024 bei nur noch elf Prozentpunkten – 2022 waren es 27 Prozentpunkte Unterschied. In der Gunst der Anleger leicht gesunken sind Einzelinvestments in Aktien. Besaßen 2022 noch 31 Prozent der Deutschen Aktien, sind es 2024 nur noch 27 Prozent. Im Hinblick auf die Risikostreuung sei es für die meisten Privatanleger sinnvoll, auf Fondslösungen statt auf Einzelaktien zu setzen. Anleihen sind mit acht Prozent bei den Deutschen recht wenig verbreitet, wohin Kryptowährungen immerhin 15 Prozent der Befragten besitzen.
Der Blick auf konkrete Bedrohungsszenarien stützt die These der Resilienz am Kapitalmarkt. Krieg und geopolitische Instabilität halten 84 Prozent der Befragten für sehr bedrohlich oder bedrohlich– 2022 waren es sogar noch zwei Prozentpunkte mehr. Die Inflation halten 83 Prozent der Deutschen für sehr bedrohlich oder bedrohlich – dieser Wert ist im Vergleich zu 2022 gleich hoch geblieben. Etwas zurückgegangen ist die Angst vor Altersarmut: Während dieses Jahr 79 Prozent der Befragten diese für sehr bedrohlich oder bedrohlich halten, waren es 2022 noch 83 Prozent. Klimawandel oder Naturkatastrophen halten 70 Prozent für sehr bedrohlich oder bedrohlich, 2022 waren es 75 Prozent. Interessanterweise halten nur 63 Prozent der Befragten eine Rezession für sehr bedrohlich oder bedrohlich und einen Börsencrash fürchtet mit 51 Prozent nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten – obwohl über beides in diesem Jahr bereits häufig in den Medien berichtet wurde. (DFPA/mb1)
Unter der Marke J.P. Morgan Asset Management betreibt der international tätige Finanzdienstleistungskonzern JP Morgan Chase [&] Co. mit Sitz in New York den Geschäftsbereich Vermögensverwaltung. Dieser verwaltet Publikumsfonds sowie institutionelle Mandate.
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