Während das Vertrauen in die gesetzliche Rente weiter sinkt, kümmern sich immer mehr Menschen eigenverantwortlich um ihre finanzielle Zukunft. Eine Umfrage des Finanzdienstleisters Postbank zeigt: Besonders der private Vermögensaufbau gewinnt bei der Altersvorsorge an Bedeutung.
Mehr als drei Viertel der Erwerbstätigen (76 Prozent) gehen laut der Umfrage nicht davon aus, dass sie allein mit der gesetzlichen Rente ihren Lebensstandard im Alter halten können.
Nur 18 Prozent rechnen damit, im Ruhestand ausschließlich mit den Bezügen der gesetzlichen Rentenversicherung auszukommen. Angesichts dieser Skepsis bleibt die Bereitschaft zur privaten Vorsorge stabil: Rund 78 Prozent der Erwerbstätigen sorgen zusätzlich für das Alter vor. Auffällig sei dabei eine Veränderung bei den Strategien: Immer mehr Menschen setzen auf Eigenverantwortung. Mit 41 Prozent ist der private Vermögensaufbau inzwischen die am häufigsten genutzte Form der Altersvorsorge – deutlich mehr als noch vor zwei Jahren (35 Prozent).
Eine zunehmend wichtige Rolle bei der eigenverantwortlichen Altersvorsorge spielen Wertpapiere. Bereits 58 Prozent der Erwerbstätigen, die privat vorsorgen, nutzen dafür Wertpapiere wie Aktien, Fonds oder ETFs. Bei einer Vergleichsumfrage im Jahr 2024 lag der Anteil noch bei knapp 53 Prozent.
Künftig eröffnet sich mit dem Altersvorsorgedepot eine weitere Möglichkeit, langfristig und staatlich gefördert für das Alter vorzusorgen. Anders als bei frei verfügbarem Vermögen ist das Geld dabei zweckgebunden für die Altersvorsorge. Zusätzlich sollen steuerliche Vorteile und staatliche Zulagen den Vermögensaufbau unterstützen. Wichtig bleibe jedoch: Wertpapiere bieten zwar Renditechancen, unterliegen aber Kursschwankungen und sind mit Risiken verbunden. Verluste bis hin zum eingesetzten Kapital sind möglich. (DFPA/mb)
Die Postbank-Gruppe ist einer der großen Finanzdienstleister Deutschlands. Das Privat-, Geschäfts- und Firmenkundengeschäft unter der Marke Postbank ist Teil der DB Privat- und Firmenkundenbank AG.