Umfrage zum Kreditgeschäft der Banken

Die deutschen Kreditinstitute haben ihre Kreditangebotspolitik in allen drei erfragten Geschäftsbereichen im ersten Quartal 2015 nur geringfügig angepasst. Das ergab die jüngste Umfrage zum Kreditgeschäft der Banken im Rahmen des „Bank Lending Survey“.

So ließen die befragten Institute die Kreditvergabestandards für das Firmenkundengeschäft insgesamt nahezu unverändert. Gleichzeitig verengten sie in diesem Geschäftsfeld die Margen für durchschnittlich riskante Engagements per saldo leicht, während sie bei den Margen für risikoreichere Ausleihungen im Ergebnis keinen Anpassungsbedarf sahen. Bei den anderen erfragten Bedingungen – erfasst werden unter anderem Sicherheitenerfordernisse, Zusatzvereinbarungen und Kreditnebenkosten – nahmen die Banken lediglich marginale oder leichte Lockerungen vor.

Im Ergebnis nahezu unverändert blieben auch die Vergabestandards für private Wohnungsbaukredite. In diesem Geschäftsfeld wurden nach Angaben der Umfrageteilnehmer einzig die Margen für durchschnittlich riskante Ausleihungen moderat verengt.

Per saldo unverändert blieben ferner die Vergaberichtlinien im Konsumentenkreditgeschäft. Gleichzeitig kam es im Vergleich zum Firmenkunden- und privaten Wohnungsbaukreditgeschäft in diesem Bereich zu stärkeren Margenanpassungen. So verengten die Institute die Margen für durchschnittlich riskante Ausleihungen deutlich und für risikoreichere Engagements leicht. Während die Kreditnachfrage der Unternehmen sich per saldo unverändert zeigte, legte der Mittelbedarf privater Haushalte für Wohnungsbauzwecke zu und übertraf damit die im Vorquartal geäußerten Erwartungen der Bankmanager. Positive Impulse gingen zudem vom Konsumentenkreditgeschäft aus. Hier nahm der Kreditbedarf spürbar zu.

Erneut berichteten die deutschen Banken von einer im Vergleich zum Vorquartal leicht verbesserten Refinanzierungssituation vor dem Hintergrund der Lage an den Finanzmärkten. Gemessen am Mittelpunkt der Bandbreite, die durch die seit dem zweiten Quartal 2010 implementierten Richtlinien aufgespannt wird, sind die Standards sowohl im Firmenkundengeschäft als auch im Geschäft mit privaten Haushalten nach Einschätzung der befragten Banken derzeit vergleichsweise straff. Die Einschätzung der Niveaus, die vor einem Jahr abgegeben wurde, war allerdings insgesamt noch restriktiver. Das erweiterte Ankaufprogramm verbessert laut Bankangaben zwar ihre Finanzierungsbedingungen, belastet aber auch stark ihre Ertragslage. Kaum eine deutsche Bank aus der Stichprobe beabsichtigt einen Verkauf marktfähiger Aktiva im Rahmen des Programms. Es wird aber mit höherer Liquidität aufgrund gestiegener Kundeneinlagen gerechnet, die unter anderem für die Kreditvergabe genutzt werden soll.

Die Refinanzierungssituation verbesserte sich nach Angabe der Banken im Euro-Raum weiter. Das Niveau ihrer Kreditstandards in den verschiedenen Kreditsegmenten schätzen die Banken im Euro-Raum derzeit als relativ straff ein, aber ähnlich wie in Deutschland fiel auch im Währungsgebiet die Beurteilung der Niveaus vor einem Jahr noch restriktiver aus.

Quelle: Pressemitteilung Deutsche Bundesbank

Das Eurosystem führt seit Januar 2003 vierteljährlich die Umfrage zum Kreditgeschäft der Banken („Bank Lending Survey“) durch, um seine Kenntnisse über die Rolle des Kreditgeschäfts im geldpolitischen Transmissionsmechanismus vertiefen und dadurch zusätzliche Informationen für die geldpolitische Analyse gewinnen zu können. Der Fragebogen besteht aus 23 qualitativen Fragen zum vergangenen und erwarteten zukünftigen Kreditvergabeverhalten der teilnehmenden Institute. (mb1)

www.bundesbank.de

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