Der Lager- und Logistikflächenmarkt im Rhein-Main-Gebiet hat im zweiten Quartal 2026 einen Flächenumsatz durch Vermietungen und Eigennutzungen in Höhe von 132.800 Quadratmetern erzielt. Damit wurde sowohl das Vorquartalsergebnis als auch das Vorjahresresultat übertroffen. So das Immobilienunternehmen NAI apollo.
Für das erste Halbjahr 2026 summiere sich der Flächenumsatz auf 226.100 Quadratmeter, womit das Vorjahresergebnis um 7,0 Prozent übertroffen und nahezu der Durchschnitt der vergangenen fünf ersten Halbjahre erreicht würde.
Im langfristigen Vergleich falle das aktuelle Halbjahresresultat allerdings zurück. „Hierbei ist zu berücksichtigen, dass in diese Rechnung Jahre wie 2021 einfließen, an deren Ende Rekordergebnisse erzielt wurden. Im mittel- und kurzfristigen Vergleich ist das jetzige Resultat hingegen positiv zu bewerten. So konnte nach 2021 nur im Jahr 2024 eine stärkere erste Jahreshälfte erfasst werden. Parallel hat die Zahl der Abschlüsse zuletzt zugenommen“, so Sven Tilse, Head of Industrial and Logistics bei NAI apollo.
Vor dem Hintergrund weiterhin angespannter Rahmenbedingungen – unter anderem infolge des Iran-Kriegs und einer verhaltenen konjunkturellen Erholung – sowie angesichts sinkender Geschäftserwartungen der Wirtschaft sei die Zunahme der Marktaktivitäten erfreulich. „Einen wesentlichen Beitrag zu dieser Entwicklung haben mehrere Abschlüsse im großflächigen Segment geleistet, in dem die Nachfrage nach modernen und zentral gelegenen Flächen unvermindert groß ist“, ergänzt Stefan Weyrauch, Partner bei NAI apollo.
Die Marktaktivitäten hätten sich auch in den vergangenen drei Monaten auf Bestandsimmobilien konzentriert. Für das erste Halbjahr summierten sich der Flächenumsatz in diesem Segment auf 201.600 Quadratmeter bei einem Marktanteil von 89,2 Prozent. Das Neubausegment, worunter Anmietungen in Neubauprojekten sowie der Bau von Eigennutzerprojekten gezählt werden, sei mit 24.500 Quadratmetern auf das niedrigste Niveau innerhalb der letzten zehn Jahre gefallen. „Dies ist nicht Folge eines fehlendes Nutzerinteresses an Neubauflächen. Im Gegenteil, die Nachfrage nach entsprechenden Flächen ist hoch“, so Weyrauch. Vor allem in den zentralen Teillagen könne diese aber nicht befriedigt werden.
Infolgedessen würden die Mieten weiter steigen. So belaufe sich die Spitzenmiete für Lager- und Logistikflächen ab 5.000 Quadratmetern zur Jahresmitte auf 8,90 Euro pro Quadratmeter – 30 Cent mehr als im Vorquartal. Gegenüber dem Sommer 2025 entspreche dies einem Plus von 70 Cent.
„Bezüglich des Gesamtjahresumsatzes erwarten wir zum aktuellen Zeitpunkt eine Stabilisierung auf dem jetzigen Niveau und damit ein Ergebnis im Bereich des Vorjahres von rund 500.000 Quadratmetern“, prognostiziert Tilse. (DFPA/ljh)
NAI apollo ist eine Unternehmergruppe der Immobilienwirtschaft mit Sitz in Frankfurt und Standorten in Berlin (BBI Immobilien), und München. Zum Leistungsspektrum gehören unter anderem Immobilienvermittlung und -services, Corporate Finance, Projektentwicklungen, Asset Management sowie Bewertungs- und Marktforschungsdienstleistungen.