Der Bericht „Gold Demand Trends“ des World Gold Council für das Gesamtjahr 2025 zeigt, dass die Gesamtnachfrage nach Gold im vergangenen Jahr mit 5.002 Tonnen einen neuen historischen Höchststand erreicht hat. Ein Rekordquartal im vierten Quartal besiegelte ein herausragendes Jahr, in dem anhaltende geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten zu hohen Investitionen in Gold mit einem Jahreswert von 555 Milliarden US-Dollar führten.
Die weltweite Investitionsnachfrage kletterte auf einen Meilenstein von 2.175 Tonnen und stellte den Haupttreiber für das bemerkenswerte Rekordjahr von Gold dar. Rund um den Globus griffen Anleger auf der Suche nach einem sicheren Hafen und Diversifizierung zu Gold-ETF und stockten ihre Bestände im Jahresverlauf um 801 Tonnen auf. Investoren kauften auch Goldbarren, wobei die weltweite Nachfrage nach Barren und Münzen einen Wert von 1.374 Tonnen beziehungsweise 154 Milliarden US-Dollar erreichte. Die beiden wichtigsten Märkte China (plus 28 Prozent im Jahresvergleich) und Indien (plus 17 Prozent im Jahresvergleich) verzeichneten deutliche Zuwächse und machten mehr als 50 Prozent der Nachfrage in dieser Kategorie aus.
Die Nachfrage der Zentralbanken bewegte sich 2025 weiterhin auf hohem Niveau – der offizielle Sektor stockte seine Goldreserven um 863 Tonnen auf. Auch wenn die jährliche Nachfrage damit unter der Schwelle von 1.000 Tonnen blieb, die in den drei vorangegangenen Jahren noch übertroffen worden war, erwiesen sich die Zentralbankkäufe als wichtige Stütze der weltweiten Goldnachfrage.
Auch das Gesamtangebot erreichte einen neuen Rekordwert, da die Minenproduktion auf 3.672 Tonnen stieg und das Recycling trotz hoher Preise um moderate drei Prozent zunahm und damit verhalten blieb. (DFPA/mb)
Das World Gold Council ist die Marktentwicklungsorganisation der Goldindustrie.