US-Justiz ermittelt gegen Fed – Gold und Silber legen deutlich zu
Eine strafrechtliche Untersuchung des US-Justizministeriums gegen die Notenbank Fed hat die Edelmetallmärkte beflügelt. Gold stieg am Montag um 1,5 Prozent, Silber um fünf Prozent, da Investoren zunehmende politische Eingriffe in die Geldpolitik als Risiko für den US-Dollar werten.
Das US-Justizministerium hat eine strafrechtliche Untersuchung gegen die Federal Reserve wegen der Renovierung ihres Hauptsitzes eingeleitet und damit neue Zweifel an der Unabhängigkeit der Zentralbank ausgelöst. US-Präsident Donald Trump nutze den Vorgang als weiteren Hebel, um Druck auf die Geldpolitik auszuüben, sagte Fed-Chef Jerome Powell, der im Mai aus dem Amt scheiden will. Die Märkte reagierten prompt: Gold und Silber stiegen am Montagmorgen um 1,5 beziehungsweise fünf Prozent.
Nach Einschätzung von Carsten Menke, Head Next Generation Research bei Julius Bär, ist die zunehmende Einmischung in die Fed einer der wichtigsten bullischen Faktoren für Edelmetalle im Jahr 2026. Anhaltende Zweifel an der Unabhängigkeit der Notenbank und am Status des US-Dollars als Weltreservewährung könnten Anleger verstärkt in sichere Häfen treiben. Besonders Silber reagiert wegen seines kleineren Marktvolumens und seiner höheren Zins- und Dollarabhängigkeit sensibler auf solche Entwicklungen.
Julius Bär hält die jüngste Outperformance von Silber gegenüber Gold jedoch für überzogen und bleibt bei einer neutralen Einschätzung für Silber. Für Gold bekräftigt die Bank trotz kurzfristig hoher Bewertungen ihre konstruktive Sicht, gestützt durch Zentralbankkäufe und die steigende Staatsverschuldung. (DFPA/abg)
Julius Bär ist die führende Schweizer Wealth-Management-Gruppe. Per Ende Oktober 2025 beliefen sich die verwalteten Vermögen auf 520 Milliarden Schweizer Franken. Julius Bär ist mit Hauptsitz in Zürich in weiteren 25 Ländern und an 60 Standorten präsent.