Value-Investing gewinnt wieder an Bedeutung
Nach Jahren im Schatten wachstumsstarker Technologiewerte erlebt Value-Investing eine Wiederbelebung. Eine Analyse des niederländischen Vermögensverwalters Van Lanschot Kempen zeigt, dass Substanzwerte zuletzt widerstandsfähiger waren und sich 2025 ähnlich entwickelten wie Growth-Aktien.
Ausschlaggebend sei unter anderem die hohe Marktvolatilität, die den Fokus wieder stärker auf Bewertungen gelenkt habe. Besonders außerhalb der USA, etwa in Europa und Japan, hätten Value-Strategien von zuvor niedrigeren Bewertungen profitiert. Dieser Vorteil habe sich zuletzt jedoch verringert, da sich die Bewertungsunterschiede angenähert hätten.
Für Anleger rücke damit die gezielte Auswahl einzelner Unternehmen stärker in den Mittelpunkt. Klassische Stilrotationen zwischen Growth und Value träten in den Hintergrund, während Faktoren wie Bilanzqualität, Ertragsstabilität und Kapitaldisziplin an Bedeutung gewännen.
Zugleich verweisen die Autoren auf einen möglichen Risikopuffer von Value-Strategien in einem von Unsicherheit geprägten Umfeld mit geopolitischen Spannungen und schwankenden Zinsen. Künftig dürften Renditen weniger von breiten Markttrends als von sorgfältiger Titelauswahl abhängen. (DFPA/abg)
Van Lanschot Kempen ist ein unabhängiger, spezialisierter Vermögensverwalter, der in den Bereichen Private Banking, Investment Management und Investment Banking tätig ist. Van Lanschot Kempen ist an der Euronext Amsterdam notiert. Das Unternehmen wurde 1737 gegründet und ist das älteste unabhängige Finanzdienstleistungsunternehmen der Niederlande.