Europa braucht vor allem eines: mehr Wachstum. Dazu sind erhebliche Investitionen in Digitalisierung, Infrastruktur, Verteidigung und Transformation nötig. Dies ist nur mit einem leistungsfähigen Kapitalmarkt zu schaffen“, sagte Heiner Herkenhoff, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes. „Internationale Kapitalgeber müssen einfacher auf unserem Kontinent investieren können. Nur so können wir die erforderlichen Mittel für Zukunftsinvestitionen in der EU aufbringen.“
Der Bankenverband fordert endlich Fortschritte für eine echte Savings and Investment Union, um den europäischen Kapitalmarkt zum Wachstumsmotor zu machen. Damit würden grenzüberschreitende Investitionen erleichtert und Europas Attraktivität erhöht. Trotz zahlreicher Initiativen seien Europas Finanzmärkte nach wie vor fragmentiert, weniger liquide als internationale Vergleichsmärkte und regulatorisch überlastet. Damit bleibe viel Potenzial ungenutzt.
„Brüssel steht sich mit überbordender Bürokratie und komplexen Verfahren selbst im Weg. Wir brauchen einfachere Regulierung und schnellere Prozesse. Der Kapitalmarkt soll Wachstum ermöglichen und darf nicht durch zu viele Detailvorschriften ausgebremst werden“, sagt Herkenhoff.
Der Bankenverband fordert unter anderem vereinfachte Berichtspflichten, harmonisierte Marktprozesse, einen leistungsfähigen europäischen Verbriefungsmarkt sowie technologieoffene Regulierung. (DFPA/mb)
Der Bundesverband deutscher Banken (Bankenverband) hat seinen Hauptsitz in Berlin. Im Bankenverband sind über 184 Mitglieder zusammengeschlossen.