Der kurzfristig anstehende Börsengang der Raumfahrtfirma SpaceX wird Elon Musk wohl zum Billionär machen, zugleich aber auch die Zusammensetzung wichtiger Börsenindizes deutlich verändern. „Die Zukunftsthemen Raumfahrt und Weltraumwirtschaft rücken damit verstärkt ins Blickfeld vieler Investoren“, sagt Heinz-Werner Rapp, Gründer und Leiter des Feri Cognitive Finance Institute.
Dieser Gesamtkomplex, auch bekannt als „New Space“, werde künftig nicht nur enorme Chancen bieten, sondern auch etablierte Geschäftsmodelle in vielen Branchen strategisch herausfordern. In einer ausführlichen Analyse zum Thema New Space hat das Feri Cognitive Finance Institute diesen Trend bereits im April 2024 prognostiziert.
„Von vielen Investoren unbemerkt hat sich der Weltraum zu einer äußerst lukrativen Domäne entwickelt. Massiv gesunkene Kosten spielen dabei eine zentrale Rolle“, betont Rapp. In den vergangenen zehn Jahren seien die Preise für den Transport von Nutzlast in den Erdorbit um bis zu 90 Prozent gefallen. Großen Anteil daran habe der von SpaceX forcierte Einsatz wiederverwendbarer Raketenmodule. „Das Ausbringen von Satelliten und anderen Objekten im Orbit wird damit erstmals zu einem berechenbaren und profitablen Geschäftsmodell“, erklärt Rapp. Künftig biete sich dadurch die Möglichkeit, die Infrastruktur ganzer Wirtschaftssektoren, speziell im Bereich Datenkommunikation, von der Erde in den Weltraum zu verlagern und dadurch enorme Skalenvorteile zu realisieren.
Der anstehende SpaceX-Börsengang könne als wichtiger Katalysator für die weitere Entwicklung des erdnahen Weltraums dienen. Bei einer Abschätzung möglicher Chancen im New Space sollten mögliche Risiken aber nicht vernachlässigt werden, warnt das Feri Cognitive Finance Institute. So habe die Explosion der Rakete „New Glenn“ des Weltraumunternehmens Blue Origin, im Besitz von Amazon-Gründer Jeff Bezos, dessen Ambitionen im Weltall deutlich zurückgeworfen. (DFPA/mb)
Die 1987 gegründete Feri-Gruppe mit Sitz in Bad Homburg ist in den Geschäftsfeldern Vermögensberatung und -verwaltung sowie Wirtschaftsforschung tätig. Seit 2006 gehört die Unternehmensgruppe zum MLP-Konzern.