Die Renditen kurzlaufender US-Staatsanleihen wurden in der letzten Woche gestützt durch einen recht günstigen Bericht zum US-Verbraucherpreisindex. Der Bericht ließ die Marktprognosen weitgehend bestehen, wonach die amerikanische Zentralbank Federal Reserve (Fed) auf ihrer Sitzung im September die Zinssätze senken wird, meint Mark Dowding, Fixed Income CIO bei RBC BlueBay Asset Management, in seinem aktuellen Marktkommentar.
Ein Rückgang der Gesamtinflation auf 2,7 Prozent deute darauf hin, dass die Konsumgüter-Inflation nun weitgehend mit der Definition der Fed von Preisstabilität übereinstimme. Der Anstieg der Kerninflation auf 3,1 Prozent im Jahresvergleich allerdings unterstreiche, dass Notenbank-Chef Powell und seine Kollegen angesichts der wahrgenommenen Aufwärtsrisiken für die Inflation nicht unaufmerksam werden dürfen. Die Zollkosten werden an die Verbraucher durchgereicht werden.
Folglich scheine eine Senkung um 25 Basispunkte im September, gefolgt von ähnlich umfangreichen Senkungen in den folgenden Quartalen, eine vernünftige Einschätzung der wahrscheinlichen Entwicklung der US-Zinsen zu sein.
In der zweiten Augusthälfte sei es relativ ruhig, was die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten angeht. Die Fed-Sitzungen in Jackson Hole werden einen Schwerpunkt bilden. Vor diesem Hintergrund spräche einiges dafür, dass die diese Woche zu den bisher ruhigeren des Jahres gehören wird. Auch die Finanzmärkte scheinen sich in einer hoffnungsvollen und optimistischen Phase zu befinden, zumindest was die Staatsanleihen angeht. Man fragt sich allerdings, wie lange dieser Optimismus noch anhalten wird. (DFPA/ljh)
RBC Bluebay Asset Management gehört zu RBC Global Asset Management und ist die Vermögensverwaltungsabteilung der Royal Bank of Canada (RBC) in EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika sowie APAC (Asien-Pazifik).
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