Die größten Anbieter alternativer Investments wie Apollo, BlackRock, Blackstone, Blue Owl Capital, Carlyle, Goldman Sachs und KKR richten ihr Augenmerk auf den US-Markt für beitragsorientierte, vom Arbeitgeber mitfinanzierte Modelle der privaten Altersvorsorge (401(k)-Pläne.
Neue regulatorische Rahmenbedingungen und eine am 7. August von Präsident Donald Trump unterzeichnete Executive Order sollen institutionellen Anlegern nun erleichterten Zugang zu alternativen Investments ermöglichen. Der Markt der 401(k)-Pläne wird von den Unternehmen mit einem Volumen von mehr als 12 Billionen Dollar angegeben.
Die Firmen planen zunächst Angebote über sogenannte Target-Date-Fonds, die eine Mischung aus öffentlichen und privaten Anlagen enthalten. Apollo, KKR und Blackstone betonen, dass diese Fonds aufgrund ihrer langfristigen Ausrichtung besonders für private Marktinvestments geeignet seien. Auch BlackRock arbeitet an eigenen LifePath-Fonds mit Private-Equity- und Private-Credit-Komponenten. Blue Owl setzt auf Collective-Investment-Trusts in Kooperation mit Voya Financial, um Privatanlegern den Einstieg in alternative Anlagen zu erleichtern.
Investoren müssen jedoch mit Risiken wie Illiquidität, eingeschränkter Handelbarkeit und Bewertungsunsicherheiten rechnen. Moody’s mahnt zu zusätzlicher Aufsicht, um mögliche rechtliche und regulatorische Konflikte zu vermeiden. Auch Fragen zur Umsetzung von Treuhandpflichten und Gebührenstrukturen sind noch offen, weshalb Experten vor einer schnellen Umsetzung warnen.
Trotz der Herausforderungen sehen Branchenvertreter ein erhebliches Wachstumspotenzial. Apollo-CEO Marc Rowan spricht von einer „Rentenkrise“ in den USA und betont die Chance für hochwertige private Anlagen in langfristig ausgerichteten 401(k)-Portfolios. (DFPA/abg)
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