Berenberg schließt KI-basierten Sentimentfonds
Die Privatbank Berenberg hat ihren KI-gestützten Berenberg Sentiment Fund zum Dezember geschlossen. Das bestätigte eine Sprecherin des Hauses auf Anfrage des Online-Portals „Citywire Deutschland“. Der Fonds war erst im September 2022 aufgelegt worden.
Der quantitativ gemanagte Mischfonds basierte auf einem Big-Data- und KI-gestützten Sentimentansatz. Täglich wurden nach Unternehmensangaben mehrere hunderttausend unstrukturierte Echtzeit-Nachrichten analysiert und daraus algorithmisch Handelssignale für Investments in G10-Währungen, Gold und Rohöl abgeleitet. Ziel waren fünf Prozent Rendite bei fünf Prozent Volatilität, gemessen an der Euro Short-Term-Rate.
Trotz des innovativen Ansatzes verzeichnete der Fonds über längere Zeit deutliche Mittelabflüsse. In den vergangenen drei Jahren summierten sich diese auf 18,6 Millionen Euro, das verwaltete Vermögen lag zuletzt bei rund 587.500 Euro. Die kombinierte jährliche Rendite der zurückliegenden drei Jahre betrug 0,75 Prozent. (DFPA/abg)
Die Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank) ist eine 1590 gegründete Privatbank mit Sitz in Hamburg. Sie ist auf den Geschäftsfeldern Wealth and Asset Management, Investmentbank und Corporate Banking tätig. Das Bankhaus wird von persönlich haftenden Gesellschaftern geführt und hat Niederlassungen in Frankfurt, London und New York.