BlackRock warnt US-Politiker vor Politisierung von Pensionsfonds
Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock hat Abgeordnete beider großer Parteien in den USA davor gewarnt, die Verwaltung öffentlicher Pensionsfonds für politische Zwecke zu instrumentalisieren.
In einem Schreiben vom 27. August betonte Jane Moffat, Leiterin der Regierungs- und Public-Affairs-Abteilung, dass die Treuepflicht gegenüber den Anlegern „eines der grundlegenden Prinzipien“ des Unternehmens sei.
Hintergrund sind Briefe von republikanischen und demokratischen Politikern, die BlackRocks Rolle bei der Einflussnahme auf Unternehmen in Frage stellen. Während Republikaner den Konzern auffordern, sich stärker an einer „traditionellen Treuepflicht“ zu orientieren, betonen Demokraten die Verantwortung für aktives Engagement und Aufsicht im Sinne der Rentner und Arbeitnehmer.
BlackRock wehrte sich zugleich gegen Vorwürfe, als aktivistischer Investor aufzutreten, und verwies darauf, dass Kunden inzwischen für mehr als drei Billionen Dollar selbst über ihr Stimmrecht bei Unternehmen abstimmen könnten. Das Unternehmen verwaltet insgesamt 12,53 Billionen Dollar.
Die Auseinandersetzung fällt in eine Zeit, in der US-Asset-Manager unter zunehmendem Druck in der ESG-Debatte stehen. BlackRock-Chef Larry Fink verzichtet inzwischen auf den Begriff „ESG“, die Firma trat aus der Initiative „Net Zero Asset Managers“ aus und wurde im Juni von Texas auf eine Liste von Unternehmen gesetzt, die angeblich die Öl- und Gasindustrie boykottieren. (DFGPA/abg)
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