Erstes Exporo-Projekt von Insolvenz betroffen

Im August 2018 sammelte die Crowdinvesting-Plattform Exporo für das Immobilienprojekt „Portfolio Marburg“ rund 1,7 Millionen Euro bei 877 Kleinanlegern ein. Nun musste die Projektgesellschaft Deutsche Mikroapartment AG (Dema) für dieses Immobilienprojekt einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen. Damit ist erstmals ein Exporo-Projekt von einer Insolvenz betroffen, meldet die „Immobilien Zeitung“ am 11. November 2019 in ihrer Online-Ausgabe.

Das Immobilienprojekt „Portfolio Marburg“ besteht aus 37 Wohn- und neun Gewerbeeinheiten verteilt auf sechs Bestandsimmobilien in Marburg und Cölbe im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Vermittelt wurde das von Exporo eingesammelte Kapital im Wege der Forderungsabtretung. Die Gläubiger sind mit einer nachrangigen Gesamtgrundschuld vollständig besichert. Ihre Kapitaleinlage wird mit 5,5 Prozent per annum verzinst. Die Rückzahlung des Darlehens sollte spätestens zum 30. Januar 2020 erfolgen.

Aufgrund des Insolvenzantrags geht Exporo davon aus, dass das Darlehen nicht fristgerecht zurückgezahlt wird. Vielmehr sei laut Exporo zum jetzigen Zeitpunkt keine belastbare Auskunft darüber möglich, ob die Anleger ihr Geld überhaupt wiederbekommen. Exporo befinde sich zurzeit in intensivem Austausch mit der Elbtreuhand Service GmbH als Sicherheitentreuhänder, um die bestmögliche Vertretung der Interessen der Anleger zu ermöglichen, so die „Immobilien Zeitung“.

Derweil kündigte Dema-Vorstand Hubert Bonn an, für eine weitere Gesellschaft, die über Exporo Kapital eingesammelt hat, Insolvenzantrag zu stellen. Davon betroffen wäre das Projekt „Portfolio Marburg II“ mit 69 Wohn- und vier Gewerbeeinheiten in drei Bestandsgebäuden. Hierfür überließen die Anleger insgesamt 2,18 Millionen Euro für einen Zins von fünf Prozent per annum. Die Rückzahlung sollte spätestens Ende 2020 erfolgen. (DFPA/JF1)

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