"FAZ": Facebooks Vorstoß ins Finanzgeschäft bereitet Sorge

Das Vorhaben des Internetkonzerns Facebook, eine Digitalwährung namens Libra zu starten, stößt auf große Bedenken der Politik und der Notenbanken. Das berichtet die Zeitung „FAZ“ online am 24. Juni 2019. Bedenken bestehen demnach, weil die Verbindung zwischen Datenlücken bei Facebook und einem neuen Zahlungsmittel gefürchtet wird.

Libra will laut Bericht mit Mitstreitern wie Mastercard, Visa, Spotify oder Ebay eine globale Währung und eine entsprechende Infrastruktur einführen. In einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, so heißt es in dem Artikel der „FAZ“,  mahnte Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling: „Wir sollten verhindern, dass im Geldsystem der Wilde Westen zurückkehrt.“ Neue Plattformen wie Libra dürften – abgesehen von ihrer Gefahr für staatliche Währungen – nicht zum Marktplatz für Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung werden.

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) griff laut „FAZ“ am Sonntag in einem vorab veröffentlichten Sonderkapitel ihres Jahresberichts vor allem Fragen des Datenschutzes auf. Der Bericht wird erst in einer Woche vollständig herausgegeben. Nach Ansicht der in Basel ansässigen Bank der Notenbanken birgt der Vorstoß großer Technologiekonzerne (Bigtechs) wie Alibaba, Amazon, Facebook oder Google Risiken, die nicht nur Fragen der Finanzstabilität betreffen.

Vielmehr müssten Aspekte des Wettbewerbs, des Verbraucher- und Datenschutzes berücksichtigt werden. „Die Reaktion auf den Vorstoß von Bigtechs in die Finanzdienstleistungsbranche sollte darin bestehen, die Vorteile zu nutzen und die Risiken zu begrenzen“, wird Hyun Song Shin zitiert, volkswirtschaftlicher Berater und Leiter Wirtschaftsforschung der BIZ. Die BIZ warnt laut „FAZ“ vor dominanten Internetplattformen, die ihre Marktmacht missbrauchen könnten, um einen Wechsel ihrer Kunden zu Konkurrenten über hohe Kosten zu erschweren oder mögliche Konkurrenten auszuschließen. So dienten die Plattformen als Infrastruktur für Angebote von Finanzdienstleistern, gleichzeitig stünden die Bigtechs mit eigenen Finanzangeboten im Wettbewerb. Eine weitere Gefahr ist nach Ansicht der BIZ-Volkswirte der Missbrauch der Kundendaten, um damit zusätzliche Erträge zu schaffen. (DFPA/mb1)

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