Grüner Wasserstoff gewinnt 2026 an Dynamik
Nach Jahren voller Ankündigungen und hoher Verluste sieht der Wasserstoffsektor laut Carsten Schmidt, Freier Wirtschafts- und Finanzjournalist für das Informationsportal capinside 2026 erste Fortschritte bei Industrialisierung und Profitabilität. Vor allem Anbieter von Elektrolyseuren und Brennstoffzellentechnik profitierten von wachsender Nachfrage nach resilienten und fossilfreien Energiesystemen.
Der norwegische Elektrolysehersteller Nel ASA meldete für das erste Quartal einen deutlich gestiegenen Auftragsbestand im PEM-Segment und kündigte eine neue Druckalkali-Plattform an. Das britische Unternehmen Ceres Power setzt weiter auf sein Lizenzmodell für Festoxid-Technologie und erzielte nach eigenen Angaben hohe Bruttomargen. Auch ITM Power baut seine Produktionskapazitäten aus und beliefert Projekte von Unternehmen wie RWE und Infineon.
Der US-Anbieter Plug Power erreichte nach jahrelangen Verlusten erstmals wieder eine positive Bruttomarge. Das schwedische Unternehmen PowerCell Sweden konzentriert sich unterdessen auf Brennstoffzellen für Schifffahrt und Schwerlastverkehr.
Rückenwind erhält die Branche auch durch geopolitische Entwicklungen und steigende Investitionen. Die Internationale Energieagentur erwartet laut „Global Hydrogen Review 2025“ bis 2030 weltweit Elektrolysekapazitäten von bis zu 70 Gigawatt. Der Hydrogen Council beziffert das geplante Investitionsvolumen auf mehr als 110 Milliarden US-Dollar in über 500 Projekten.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie hier.