Hauck & Aufhäuser vor Zuschlag beim Bankhaus Lampe

Die Oetker-Familie soll einen Käufer für das Bankhaus Lampe gefunden haben. Das Bielefelder Finanzinstitut geht Marktkreisen zufolge an Hauck & Aufhäuser. Nach langen Verhandlungen soll die chinesische Fosun-Gruppe für die Privatbank den Zuschlag erhalten. Der kolportierte Kaufpreis – er soll zwischen 200 und 300 Millionen Euro liegen - wäre ein echtes Schnäppchen. Das meldet das „Private Banking Magazin“ am 5. März 2020 auf seiner Online-Plattform.

Seit Herbst vergangenen Jahres haben die Oetkers mögliche Interessenten angesprochen, darunter Banken und Finanzkonzerne. Zwischenzeitlich galten neben Hauck & Aufhäuser die Bethmann Bank, ABN Amro, und die deutsch-französische Privatbank Oddo BHF als mögliche Käufer der Traditionsbank. Sie waren jedoch nach und nach abgesprungen.

Als Grund für die Verkaufsabsichten hatte Lampe 2019 die schwierige Lage des Finanzsektors im Niedrigzinsumfeld angegeben. Zwar wurde Geschäftsjahr 2018 der Bank mit einem Jahresüberschuss von 15,2 Millionen Euro zuende gegangen, zugleich gingen jedoch die Erträge um knapp acht Prozent zurück.

Lampe betreibt Niederlassungen in Deutschland und weitere Standorte in London und Wien, allerdings geht die Zahl der Filialen zurück. Die Bank beschäftigte 2018 nur noch 612 Mitarbeiter und verbuchte einen Konzernjahresüberschuss von 15 Millionen Euro. Beide Kennzahlen liegen deutlich unter den Vorjahreswerten: Im Spitzenjahr 2016 beschäftigte die Bank 670 Mitarbeiter und verdiente unter dem Strich 55 Millionen Euro. Die Bilanzsumme zirkuliert seit Jahren um die drei Milliarden-Euro-Marke. (DFPA/JF1)

www.private-banking-magazin.de

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