Hedgefondsmanager Hohn steigt erneut bei Deutscher Börse ein
Der Hedgefondsmanager Christopher Hohn ist wieder als Großaktionär bei der Deutschen Börse eingestiegen. Hinweise auf eine aktivistische Einflussnahme gibt es bislang jedoch nicht, schreibt Alexander Straube für den Brancheninformationsdienst Citywire Deutschland.
Hohn hat seine Beteiligung an der Deutschen Börse deutlich ausgebaut und hält nun mehr als fünf Prozent der Anteile. Das geht aus einer Stimmrechtsmitteilung hervor. Demnach erhöhte Hohn seinen Anteil am 13. Mai von 0,96 Prozent auf 5,15 Prozent.
Ein Teil der Position wird direkt gehalten, der größere Anteil entfällt auf Finanzinstrumente. Anzeichen für eine aktivistische Kampagne, wie sie in der Vergangenheit beobachtet wurde, gibt es nach aktuellem Stand nicht.
Hohn ist in Deutschland als aktivistischer Investor bekannt geworden. 2005 spielte er eine zentrale Rolle beim Scheitern der geplanten Übernahme der London Stock Exchange durch die Deutsche Börse und war in der Folge an Führungswechseln im Unternehmen beteiligt.
In den vergangenen Jahren trat er zudem durch erfolgreiche Leerverkäufe im Zusammenhang mit dem Zahlungsdienstleister Wirecard vor dessen Zusammenbruch 2020 in Erscheinung.
Bei der Deutschen Börse wird der erneute Einstieg laut Unternehmenskreisen gelassen bewertet. Das Unternehmen erklärte, man begrüße das Engagement des Investors und stehe in einem konstruktiven Austausch mit allen Anteilseignern. Der Dialog mit Investoren sei ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensführung. (DFPA/abg)