IKEA-Managerin: Sozialunternehmen brauchen mehr Unterstützung – nicht weniger
Åsa Skogström Feldt, Managing Director von IKEA Social Entrepreneurship, warnt in einem Gastbeitrag für das internationale Netzwerk Impact Europe vor einer schwindenden Unterstützung für Sozialunternehmen. Gerade jetzt seien sie wichtiger denn je, da sie einen entscheidenden Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen leisten – etwa im Bereich Kreislaufwirtschaft.
Sozialunternehmen bewegen sich laut Feldt zwischen Philanthropie und Wirtschaft. Um ihre Wirkung zu entfalten, brauche es stärkeres Engagement von Regierungen und Unternehmen, einen besseren Zugang zu Kapital, Märkten und Netzwerken sowie neue Formen von Führung, wie sie durch die „Inner Development Goals“ beschrieben werden.
IKEA selbst unterstützt über 100 Sozialunternehmen pro Jahr und investiert in Accelerator-Programme in 20 Ländern. Jüngstes Beispiel ist eine Kooperation mit „Reach for Change“ zur Förderung schwedischer Sozialunternehmerinnen und -unternehmer. Höhepunkt des Jahres sei für sie das persönliche Treffen mit der europäischen Impact-Community bei der Impact Week im November in Malmö. (DFPA/abg)
Impact Europe ist das zentrale europäische Netzwerk für Akteure des wirkungsorientierten Investierens. Es vereint über 350 Kapitalgeber – darunter Stiftungen, Impact-Fonds, Banken, öffentliche Geldgeber und Unternehmen – entlang des gesamten „Continuum of Capital“. Ziel ist es, Kapital, Wissen und Menschen zu mobilisieren, um gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen gezielt anzugehen. Die Organisation fördert seit der Gründung 2014 Impact-Investments durch Aufbau neuer Märkte, insbesondere in Osteuropa, Nordafrika und dem Westbalkan.