Impact Investing wird zunehmend an Bedeutung gewinnen, doch für Investoren stellt sich die Frage, wie ihr Kapital tatsächlich über marktübliche Effekte hinaus soziale und ökologische Wirkungen erzielt. Michael Brown vom Impact Investing Research Lab der Wharton ESG Initiative schlägt in seinem Kommentar auf dem britischen Informationsportal Impact Investor dafür ein dreiteiliges Konzept vor, das sogenannte „Additionality“ systematisiert.
Für Brown lassen sich drei Hauptpfade unterscheiden: „Sacrifice“ beschreibt den Verzicht auf marktübliche Renditen oder die Übernahme höherer Risiken, um Projekte zu ermöglichen, die konventionelle Investoren meiden würden. „Savvy“ bedeutet, dass Impact-Investoren Chancen erkennen, die andere übersehen oder falsch bewerten, etwa durch spezialisierte Marktkenntnis. Der dritte Ansatz, „Support“, umfasst aktive Einflussnahme auf Unternehmensstrategien oder operative Maßnahmen, um die Wirkung zu verstärken, die ohne die Investition nicht erreicht würde.
Brown betont, dass zusätzliche Wirkung nicht allein durch andersartige Investitionen entsteht, sondern durch gezielte Strategien, die messbare soziale oder ökologische Ergebnisse ermöglichen. Das Modell soll Investoren helfen, ihre Rolle klarer zu definieren und die Einzigartigkeit ihrer Kapitalallokation im Vergleich zu klassischen Finanzinvestoren zu verdeutlichen. DFPA/abg)
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