Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten, politischer Spannungen und Haushaltskürzungen haben US-amerikanische Universitäten im abgelaufenen Fiskaljahr starke Anlageergebnisse erzielt. Haupttreiber der Gewinne waren Aktienmärkte und Investitionen in künstliche Intelligenz.
Laut einem Bericht der Fachzeitung Pensions [&] Investments erzielten Hochschulstiftungen mit einem Vermögen von über einer Milliarde US-Dollar im Median eine Rendite von rund 11 Prozent – nach 10,4 Prozent im Vorjahr.
Wie Pensions [&] Investments berichtet, profitierten vor allem Universitäten mit hohen Anteilen an Technologie- und Venture-Capital-Investments. So erzielte die University of Michigan mit einem 21,2 Milliarden Dollar schweren Fonds eine Rendite von 15,5 Prozent, während die University of Wisconsin Foundation mit 16,2 Prozent den Spitzenwert erreichte. Auch die großen Stiftungen von Harvard, Stanford und MIT meldeten zweistellige Gewinne.
Ein wesentlicher Faktor war der Boom rund um KI-Aktien wie Nvidia, der sowohl die öffentlichen Märkte als auch private Venture-Capital-Portfolios beflügelte. „Viele Manager berichten, dass frühe KI-Investments zunehmend die Bewertungen in ihren Fonds treiben“, sagte Jeffrey Nasser vom Investmenthaus Strategic Investment Group.
Neben Aktien legten auch Anleihen und Private-Equity-Anlagen zu, während Immobilien weiter das schwächste Segment blieben – allerdings mit ersten Erholungstendenzen. Experten sehen darin eine Normalisierung nach Jahren der Zurückhaltung.
Mit Blick auf die kommenden Jahre stehen die Universitäten vor neuen Herausforderungen. Ab Juli 2026 treten in den USA neue Steuerregelungen für private Hochschulstiftungen in Kraft. Dennoch blicken viele Investmentchefs optimistisch in die Zukunft: Die Kombination aus wachsender KI-Dynamik, wiederbelebtem Immobiliensektor und vorsichtiger Zinswende der US-Notenbank könnte die Renditen weiter stützen. (DFPA/abg)
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