Investments in Private Equity werden digital

In den vergangenen Jahrzehnten gab es einen großen Umbruch in der Vermögensverwaltung, der die Möglichkeiten von Privatanlegern deutlich erweitert hat. Zunächst ermöglichten E-Brokerage-Firmen wie E-Trade Einzelpersonen, direkt in börsennotierte Finanzprodukte zu investieren – zu minimalen Kosten und bequem von Zuhause aus. Dies war der erste Schritt individueller Anleger in Richtung Unabhängigkeit von Banken und Beratern – weg vom umständlichen Geschäft über Zwischenhändler. Dies schreibt Alexander Argyros, Gründer und Mitglied des Board of Directors von Moonfare, in Ausgabe 14 von EXXECNEWS.

Später kamen Robo-Berater hinzu, die es Anlegern ermöglichten, diversifizierte Portfolios mit geringen Mindestanlagen und niedrigen Gebühren aufzubauen – und das ohne die Notwendigkeit laufender Beratungs‑ und Handelsaktivitäten. Argyros geht davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird und dass weitere Segmente der Vermögensverwaltung eine ähnliche Entwicklung hin zu technologiegestützten Lösungen nehmen werden. Auch bei alternativen Anlageklassen wie zum Beispiel geschlossenen Immobilien-, Infrastruktur- oder Private-Equity-Fonds, mit Renditen über die vergangenen 20 Jahre von zum Teil über 20 Prozent pro Jahr, die lange als Privileg institutioneller Investoren galten, sehen wir Anzeichen einer solchen Trendwende. Besonders im hoch entwickelten und attraktiven Segment Private Equity gibt es derzeit viel Bewegung.

Private-Equity-Firmen investieren in reife Unternehmen mit dem Ziel, ihren Wert zu steigern und sie anschließend gewinnbringend zu veräußern. Zu diesem Zweck sammeln sie Gelder von institutionellen Anlegern wie Rentenfonds, Versicherungen oder Ausbildungsstiftungen ein. Derzeit verwalten Private-Equity-Firmen weltweit Vermögenswerte in Höhe von circa 3,4 Billionen US-Dollar, das entspricht lediglich rund fünf Prozent der Kapitalisierung börsennotierter Unternehmen. Doch Daten von McKinsey weisen darauf hin, dass das in die Privatmärkte investierte Kapital steigt: So hat sich die Anzahl der durch Private Equity unterstützten Unternehmen in den USA von 2006 bis 2017 verdoppelt.

Seit 2006 haben Private-Equity-Fonds gegenüber Aktien gemäß dem MSCI All Countries World Index um durchschnittlich 7,9 Prozent pro Jahr besser abgeschnitten; während die Top-Quartil-Fonds sogar um durchschnittlich 13,8 Prozent pro Jahr besser abschneiden konnten (Indexdaten von Cambridge Associates; die Jahre nach 2015 sind ausgenommen, da noch nicht ausreichend investiert). Da die Mindestinvestitionen in Fonds dieser Art zwischen zehn und 15 Millionen US-Dollar liegen, waren individuelle Anleger traditionell von diesem Marktsegment ausgeschlossen.

Bislang waren „Platzhirsche“ wie Dachfonds, Privatbanken und andere Zwischenhändler für sehr vermögende Einzelkunden der wichtigste Einstiegspunkt zu Private Equity. Die Gebühren waren dabei meist hoch und kaum transparent, die Mindestanlagen beträchtlich und der Zugang eingeschränkt. Die höheren Gebühren lassen sich teilweise dadurch erklären, dass die „Marktveteranen“ immer noch in einem papierbasierten Umfeld arbeiten. Dieser Prozess kann zu zusätzlichem Frust bei Anlegern führen, und es kann bis zu zwei Wochen dauern, bis der Zeichnungsprozess abgeschlossen ist.

Die Digitalisierung von Private-Equity-Anlagen ermöglicht es Investoren, von zwei entscheidenden Vorteilen der Technologie zu profitieren: Kosteneffizienz und Bequemlichkeit. Individuelle Anleger erhalten so Zugang zu Private-Equity-Fonds mit Mindesteinlagen, die gering genug sind um es zu ermöglichen, diversifizierte und individuell zugeschnittene Portfolios aufzubauen. Und dies bei geringeren Kosten, was zu attraktiveren Renditen führt. Dabei können sie von einem benutzerfreundlichen Online-Angebot profitieren, das nahtlose Lösungen zum digitalen Onboarding, Reporting und Cash Management bietet.

Im Zuge der Entwicklung von Robo-Beratern, die es den Anlegern ermöglichten, diversifizierte Portfolios börsennotierter Vermögenswerte aufzubauen, bietet Moonfare den Investoren die Möglichkeit, ihre Portfolios entsprechend zu erweitern und eine der lukrativsten Assetklassen mit aufzunehmen. Über die Moonfare-Plattform können Einzelanleger in ausgewählte Top-Private-Equity-Fonds investieren und ab Summen von 100.000 Euro Portfolios zu attraktiven und transparenten Bedingungen aufbauen. Damit werden sie Teil einer Community, zu der Entscheidungsträger von Top-Unternehmen, Führungskräfte und Unternehmer gehören. In Rekordzeit ist es Moonfare gelungen, über 100 Millionen Euro an verwaltetem Vermögen einzusammeln und eine wachsende Community von über 3.000 potentiellen Investoren aufzubauen.

Während Amazons Revolution im Einzelhandel und Apples Erfindung des Smartphones die Entwicklungen des Bereichs Vermögensverwaltung vergleichsweise langsam aussehen lassen, bewegt sich dieser Markt dennoch in die gleiche Richtung, mit dem gleichen unaufhaltsamen Schwung. In jüngster Zeit haben Innovationen eine Dynamik entwickelt, bei der zahlreiche Markteinsteiger inzwischen alternative Lösungen anbieten. Der Umbruch bei Anlagen im Private Equity kam zwar etwas verzögert, aber er ist da.

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