Latimpacto-Konferenz: Fünf Impulse für die Zukunft von Impact Finance in Lateinamerika
Neue Ansätze für wirkungsorientierte Finanzierung standen im Mittelpunkt der diesjährigen „Impact Minds“-Konferenz von Latimpacto in Medellín, die mehr als 700 Investoren und Branchenexperten aus Lateinamerika und darüber hinaus zusammenbrachte. Diskutiert wurden unter anderem Impact-Linked-Finance-Modelle, die wachsende Bioökonomie im Amazonasgebiet sowie neue Chancen in Peru, berichtet das Informationsportal Pioneers Post.
„Wir erleben mehr Kapital im Namen von Impact als je zuvor – doch zwischen Kapitalflüssen und Wirkung vor Ort klafft noch eine Lücke“, sagte Karim Harji von der Innovative Finance Initiative. Impact-Linked-Finance könne helfen, Unternehmen stärker nach realen Ergebnissen zu belohnen und so die Wirkungsmessung neu auszurichten. Mehr als 35 Investoren nutzen dieses Modell bereits, unter anderem über Social-Impact-Incentives.
Auch die Entwicklung der Bioökonomie im Amazonas gilt als Schlüsselfaktor. „Wenn wir die Kraft der Bioökonomie nutzen, können wir mehr Wert im Erhalt des Waldes finden als in seiner Zerstörung“, sagte Tim Radjy, Gründer und Managing Partner von AlphaMundi. Programme wie AmazonBeEco sollen Kleinproduzenten stärken und Einkommensquellen nachhaltiger gestalten.
Neben Kolumbien rückt auch Peru zunehmend in den Blick internationaler Impact-Investoren. Luis Alberto Lira, Direktor von Aliados do Impacto Peru, bezeichnete Impact Investing als „neues Monster“, das viele Akteure erst zu verstehen lernen müssten. Das Land biete jedoch stabile Rahmenbedingungen und eine hohe Bereitschaft der Unternehmen, Kapital wirkungsorientiert einzusetzen.
Darüber hinaus wächst die B-Corp-Bewegung in der Region dynamisch. In Kolumbien sind inzwischen mehr als 160 Unternehmen zertifiziert, darunter bekannte Marken wie Crepes & Waffles. Für Investoren signalisiert dies ein wachsendes Ökosystem, das soziale und ökologische Wirkung mit marktfähigen Geschäftsmodellen verbindet. (DFPA/abg)
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