Magnetar Capital sieht Künstliche Intelligenz als größte Investitionschance der Firmengeschichte
Der US-Investmentmanager Magnetar Capital sieht in Künstlicher Intelligenz (KI) die bedeutendste Investitionsmöglichkeit seit seiner Gründung vor 20 Jahren. „Ich denke, es ist die größte. Ich wüsste nicht, wie es nicht so sein könnte“, sagte David Snyderman, Managing Partner und Global Head of Alternative Credit and Fixed Income, im Gespräch mit dem Informationsportal Pension & Investments.
Die KI-Revolution betreffe nicht nur die Technologiebranche, sondern nahezu alle Sektoren, in denen Magnetar investiert, betonte Snyderman. „Wir werden Disruption erleben. Wir werden neue Vermögenswerte sehen, gegen die wir Kredite vergeben können“, erklärte er. Besondere Chancen sieht das Unternehmen bei Rechenzentren, Grafikprozessoren (GPUs) und der Energieversorgung für die notwendige Rechenleistung. Ross Laser, Mitgründer und Präsident von Magnetar, ergänzte: „Das ist genau unser Spielfeld. Dort, wo es komplexer und schneller wird, sind wir stark.“
Magnetar, das rund 26 Milliarden US-Dollar verwaltet, ist auf alternative Kredit- und Fixed-Income-Strategien spezialisiert. Der Flaggschiff-Fonds Constellation erzielte seit seiner Auflegung 2007 eine jährliche Rendite von 12,8 Prozent und legte 2024 um 17,1 Prozent zu. Etwa 60 bis 65 Prozent des Kapitals stammen von US-Pensionsfonds.
Ein Beispiel für Magnetars Fokus auf neue Wachstumsfelder ist die Beteiligung an CoreWeave, einem Anbieter von KI-Cloud-Infrastruktur. „Wir haben CoreWeave geholfen, ihre erste Asset-Backed-Securitization aufzusetzen, dann die zweite“, sagte Snyderman. Das Unternehmen ging im März 2024 an die Börse; Magnetar hält rund 26 Prozent der Anteile.
Neben alternativen Krediten investiert Magnetar in Musikrechte, Studentenwohnheime sowie die Finanzierung von GPUs und setzt verstärkt auf Datenanalyse. „Wenn jemand ChatGPT nutzt und eine Anfrage stellt, sind wir Teil dieses Vertrags“, erklärte Snyderman.
Die Bedeutung von KI für die Investitionsstrategie will Magnetar künftig weiter ausbauen. „Wir sind keine passiven Anleger. Wir sehen uns als langfristige Investoren in Schuldtiteln, Eigenkapital und quantitativen Strategien“, sagte Snyderman. Laser warnte abschließend: „Meine größte Sorge ist Selbstzufriedenheit. Angesichts der Veränderungen und Chancen arbeiten wir derzeit nonstop.“ (DFPA/abg)
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