Trotz des weltweiten Hypes um generative Künstliche Intelligenz (KI) bleiben große Pensionsfonds bei deren Nutzung zurückhaltend. Governance- und Sicherheitsbedenken bremsen die Einführung neuer Tools, wie mehrere Chief Investment Officers und Berater in einem Beitrag für das US-Informationsportal „Pension [&] Investments“ betonen.
„Die Nutzung von KI in der Vermögensverwaltung steckt noch in den Kinderschuhen“, sagte John Delaney, CIO bei Willis Towers Watson. Zwar erkenne man Effizienzpotenziale etwa bei Due Diligence oder Portfolioprüfungen, doch klare regulatorische Leitplanken fehlten bislang. Die US-Börsenaufsicht SEC will den Einsatz von KI und entsprechende Kontrollmechanismen im Jahr 2025 verstärkt überwachen.
Einige Fonds, darunter der japanische GPIF (1,8 Billionen Dollar) und CalSTRS (368 Mrd. Dollar), haben interne Studien oder sogenannte „KI-Sandkästen“ gestartet, um Einsatzmöglichkeiten zu testen. Auch die australische HESTA Super Fund experimentiert mit KI-Tools wie ChatGPT oder Claude für Investmentanalysen und Kundenservice.
Branchenkenner wie Ashby Monk von der Stanford University plädieren für geschützte Testumgebungen, um kulturelle Hürden und Cyberrisiken kontrolliert zu adressieren. Der breite Durchbruch in der Kapitalanlage dürfte jedoch noch auf sich warten lassen. (DFPA/abg)
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