Während neue Atomkraftwerke in den USA erst in den 2030er-Jahren in großem Stil ans Netz gehen dürften, sehen Infrastrukturinvestoren jetzt Chancen im Ausbau kurzfristig verfügbarer Energiequellen, meint Rob Kozloweski vom Informationsdienst “Pension [&] Investments online“.
Gaskraftwerke, dezentrale Erzeugung und bevorzugt saubere Energie für Hyperscaler stehen im Fokus – getrieben von einem Rekordbedarf an Strom durch Rechenzentren und KI-Anwendungen. „In den nächsten fünf bis zehn Jahren wird Strom ein Engpass bleiben“, sagte Andrew Thomas vom Infrastrukturinvestor Stonepeak. Als Brücke bis zur Netzmodernisierung seien vor allem gasbetriebene Lösungen und mehr Eigenstromerzeugung vor Ort gefragt.
Auch die Nachfrage nach sauberem Strom bleibe hoch, betonte William Demas von Macquarie Asset Management. Große Cloud- und Rechenzentrumsbetreiber seien bereit, höhere Preise zu zahlen und bevorzugten weiterhin erneuerbare Energien. Das verschaffe Projekten in diesem Bereich zusätzlichen Rückenwind.
Branchenvertreter wie Brian Giaquinta von DigitalBridge mahnen schnellere Genehmigungsverfahren und Investitionen in moderne Übertragungstechnologien an. Auch große Stromabnehmer müssten eigene Erzeugungskapazitäten aufbauen, um die Netzlast auszugleichen. (DFPA/abg)
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