Turbulente Politik befeuert Outsourcing-Trend bei Pensionsfonds
Das Geschäft mit ausgelagerten Chief Investment Officer-Dienstleistungen (OCIO) wächst rasant: Angesichts wachsender Unsicherheit durch politische Turbulenzen suchen weltweit immer mehr institutionelle Anleger nach professioneller Hilfe bei der Kapitalanlage. „Wir sind so beschäftigt wie nie zuvor“, berichtet Jim Scheinberg von North Pier Search Consulting, einem führenden Berater für OCIO-Ausschreibungen.
Getrieben wird die Nachfrage insbesondere von US-Pensionskassen, Stiftungen und Versicherungen. Aber auch internationale Kunden wie große Endowment-Fonds und Family Offices zeigen wachsendes Interesse. Laut einer aktuellen Umfrage von des Informationsportals Pensions & Investments stieg das global verwaltete Vermögen im OCIO-Segment binnen eines Jahres um 14,6 Prozent auf 3,52 Billionen US-Dollar. Marktführer ist Mercer mit einem Anstieg auf 579 Milliarden US-Dollar, gefolgt von Goldman Sachs (388 Milliarden US-Dollar) und BlackRock (251 Milliarden US-Dollar).
Zunehmend setzen auch bestehende OCIO-Kunden auf Ausschreibungen, um Anbieter mit schwacher Performance zu ersetzen. Gleichzeitig geraten ESG- und Diversitätsstrategien unter Druck: Die in OCIO-Mandaten nach ESG-Prinzipien verwalteten Vermögen sanken um über 20 Prozent, was Marktbeobachter mit politischen Gegenströmungen in den USA in Verbindung bringen. Dennoch bleiben nachhaltige Investments insbesondere in Europa gefragt – der OCIO-Markt bleibt global auf Wachstumskurs. (DFPA/abg)
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