Vertrieb im Asset Management verdient im Schnitt fast 250.000 Euro
Mitarbeiter im Vertrieb von Asset-Management-Unternehmen verdienen in Deutschland und Europa weiterhin hohe Gehälter. Das geht aus einer Gehaltsumfrage des Fachmediums Citywire hervor. Trotzdem fühlen sich viele Beschäftigte unterbezahlt.
Das ergab die aktuelle Citywire-Gehaltsumfrage für den deutschen und europäischen Vertrieb. In Deutschland liegt die durchschnittliche Gesamtvergütung demnach bei rund 247.000 Euro pro Jahr, bestehend aus einem Grundgehalt von knapp 160.000 Euro sowie Barboni von mehr als 83.000 Euro.
Europaweit beträgt die durchschnittliche Gesamtvergütung laut der Erhebung rund 254.000 Euro, im Vereinigten Königreich umgerechnet deutlich mehr. Besonders gut bezahlt werden strategisch ausgerichtete Vertriebsrollen sowie Managing Directors. In Großbritannien erreichen Spitzenverdiener im Vertrieb teils Vergütungen von mehr als einer halben Million Pfund jährlich. Elf Befragte gaben sogar Gesamteinkommen von über einer Million Euro oder Pfund an.
Die Umfrage zeigt zugleich eine ungewöhnlich hohe Bedeutung fixer Gehälter. Nur sieben Prozent der Befragten arbeiten rein provisionsbasiert. Knapp zwei Drittel bevorzugen ein festes Gehalt.
Inhaltlich dominieren klassische Vertriebsaufgaben im Frontoffice. Die meisten Befragten vertreiben Aktien-, Anleihen- oder Mischfonds. Trotz des Booms alternativer Anlagen spielen Private Equity und Private Credit bislang eine geringere Rolle. Auch aktiv gemanagte Fonds dominieren weiterhin deutlich vor ETFs.
Bei der Zufriedenheit ergibt sich ein gemischtes Bild: Rund die Hälfte empfindet die Vergütung als fair, fast ebenso viele fühlen sich unterbezahlt. Besonders Beschäftigte auf Associate-Ebene sehen ihre Bezahlung kritisch. (DFPA/abg)