Laut dem „DIP-Büromarktbericht 1. Halbjahr 2026“ von des Unternehmensverbundes DIP Deutsche Immobilien-Partner war in nur zwei der 15 untersuchten Büromärkte ein Anstieg der Flächenumsätze zu verzeichnen. Insgesamt zeigt sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 demnach ein leichter Rückgang der Marktaktivität.
Im ersten Halbjahr 2026 belief sich der Gesamtbüroflächenumsatz (inkl. Eigennutzer) auf rund 1,59 Millionen Quadratmeter. Damit liegt das Ergebnis um rund 6,2 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Die leichte Erholungsphase, die noch im Jahr 2025 zu beobachten war, sei damit wieder beendet.
Der Büroflächenleerstand habe in den DIP-Märkten binnen Jahresfrist um rund 11,2 Prozent auf aktuell rund 9,88 Millionen Quadratmeter zugenommen. Die Leerstandsquote wuchs damit von 6,4 Prozent Ende Juni 2025 auf aktuell 7,3 Prozent.
Gleichzeitig erhöhte sich indessen die durchschnittliche gewichtete Spitzenmiete in den analysierten deutschen Büromärkten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,44 Euro pro Quadratmeter beziehungsweise um 4,7 Prozent auf rund 31,79 Euro pro Quadratmeter. Die mittlere Miete in der City steigerte sich um 2,5 Prozent auf 19,71 Euro pro Quadratmeter.
Die verhalten optimistische Stimmung, die noch im Vorjahr für eine leichte Erholung der Marktaktivität verantwortlich gewesen war, sei im vorangegangenen Halbjahr wieder einer weitgehend abwartenden Haltung gewichen. Aufgrund des Irankriegs und der dadurch ausgelösten Steigerungen bei Öl-, Gas- und Rohstoffpreisen sowie des zögerlichen Einsetzens einer konjunkturellen Erholung sehen viele Büromieter nach wie vor von Neuanmietungen oder gar Kapazitätserweiterungen ab. Flexiblere Arbeitsformen (New Work) und die Nutzung des Homeoffice veranlassen manche Arbeitgeber dazu, ihre Büroflächen sogar zu reduzieren.
Diese Faktoren waren dafür verantwortlich, dass sich die Büromärkte an der überwiegenden Mehrzahl der DIP-Standorte in schwächerer Form zeigten: Steigende Flächenumsätze waren lediglich in Berlin (plus 55 Prozent) und München (plus 24 Prozent) festzustellen. Mit einem Rückgang von lediglich vier Prozent hielt sich der Düsseldorfer Büromarkt noch einigermaßen stabil. An allen anderen DIP-Standorten waren die Umsätze rückläufig, mit Rückgängen von bis zu 49 Prozent in Frankfurt a. M. oder sogar 74 Prozent in Karlsruhe. (DFPA/ljh)
DIP Deutsche Immobilien-Partner wurde 1988 als Brancheninnovation gegründet als Verbund rechtlich selbständiger Immobilien-Dienstleister. DIP-Partner sind: Aengevelt ImmobilIEN GmbH & Co. KG, Aigner Immobilien GmbH, Arnold Hertz Immobilien GmbH & Co. KG, Beyer Immobilien GmbH, Hust Immobilien GmbH & Co. KG, Immobilien Sollmann+Zagel GmbH, Wellmann Immobilien GmbH & Co. KG und Wittlinger & Compagnie GmbH & Co. KG.