Der Fintech-Anbieter Revolut könnte sich nach Einschätzung des Investmenthauses Bullhound Capital zu einem der wertvollsten Finanzunternehmen der Welt entwickeln. In einer neuen Analyse bezeichnet der Investor das Unternehmen als Vorreiter des modernen Bankings und hält eine Bewertung von mehr als einer Billion US-Dollar bis 2035 für möglich.
Das Investmenthaus Bullhound Capital sieht den britischen Fintech-Konzern Revolut vor einer neuen Wachstumsphase. In einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse bewertet der Investor das Geschäftsmodell als außergewöhnlich skalierbar und bestätigt die Bewertung der laufenden Finanzierungsrunde von 115 Milliarden US-Dollar als angemessen.
Nach Einschätzung der Autoren basiert das Wachstum von Revolut auf einem sich selbst verstärkenden Geschäftsmodell. Neue Produkte würden überwiegend einer bereits bestehenden Nutzerbasis angeboten, während rund zwei Drittel der Neukunden ohne klassische Werbung über Empfehlungen oder organisches Wachstum gewonnen würden. Dadurch entstünden vergleichsweise geringe Kundengewinnungskosten bei gleichzeitig hoher Kundenbindung.
Bullhound Capital erwartet, dass Revolut seine Bewertung bis 2030 auf mehr als 400 Milliarden US-Dollar steigern könnte. Bis 2035 halten die Analysten sogar eine Marktbewertung von über einer Billion US-Dollar für möglich. Grundlage dieser Prognose sind 271 Millionen Kunden, Umsätze von 84 Milliarden US-Dollar sowie ein Nettogewinn von 42 Milliarden US-Dollar.
Nach Angaben des Investors nutzen inzwischen rund 75 Millionen Menschen weltweit die Finanzplattform. In Europa verfüge Revolut bereits über eine starke Marktstellung: Jeder fünfte Erwachsene im erwerbsfähigen Alter sei Kunde, in einzelnen Märkten entfalle bereits jedes dritte neu eröffnete Bankkonto auf das Unternehmen.
Als Wettbewerbsvorteile nennt Bullhound Capital die vollständig selbst entwickelte Technologieplattform, die hohe Produktintegration sowie umfangreiche Nutzerdaten. Gleichzeitig werde Künstliche Intelligenz zunehmend in die Plattform eingebunden und soll künftig über eine einheitliche dialogbasierte Benutzeroberfläche den Zugang zu den verschiedenen Finanzdienstleistungen ermöglichen.
Bullhound-Gründungspartner Per Roman bezeichnete Revolut als “Apple des Geldes”. Gründer Nik Storonsky verbinde eine hohe Nutzerorientierung mit operativer Effizienz und schaffe damit sowohl Mehrwert für Kunden als auch für Investoren. Die Analyse stammt von einem bestehenden Anteilseigner an Revolut und stellt damit die Investmentthese des Investors dar. (DFPA/abg)
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Bullhound Capital ist die Investment-Management-Sparte von GP Bullhound, einer britischen Technologieberatungs- und Investmentfirma, die Transaktionsberatung und weltweit Kapital für Startups und Gründer bereitstellt. Bullhound Capital unterstützt Gründer beim Aufbau marktführender Technologieunternehmen.